Wolfgang Fellner warnt vor dem totalen Chaos in Wien.

28. Juli 2026 / 09:01 Uhr

Fellner schlägt Alarm: 143.000 Anträge auf österreichischen Pass, Stadt driftet ins Chaos

Wolfgang Fellner rechnet vor: 143.000 wollen den österreichischen Pass in Wien – und die Stadt verliert die Kontrolle. Selbst der Mainstream muss mittlerweile eingestehen, dass die Zuwanderungswelle Wien überfordert.

„Das ist ja irre”

In einem jüngsten Auftritt rechnet Wolfgang Fellner die bittere Realität ungeschminkt vor:

Und jetzt erfahren wir heute, dass es 143.000 Anträge auf Einbürgerung -sprich Staatsbürgerschaft- in Wien gibt. 143.000, bitte. Das ist ja irre, völlig irre.

Diese Masse bilde, so Fellner, einen gewaltigen Rückstau und wolle im Laufe des nächsten Jahres eingebürgert werden. Ende des Jahres würden es über 150.000 sein. Wien werde der Zuwanderungswelle schlicht nicht mehr Herr – mittlerweile ärger als Berlin oder andere chaotische deutsche Städte. Wien stürze hier „ins totale Chaos“, wie Fellner es ausdrückt.

Anträge explodieren – Behörden am Limit

Die offiziellen Zahlen der Magistratsabteilung 35 bestätigen den enormen Druck. 2025 gingen allein 14.445 Anträge auf Einbürgerung von in Österreich lebenden Personen ein – ein Plus von 56,9 Prozent zum Vorjahr. Gleichzeitig erledigte die Behörde rund 143.600 Verfahren im Bereich Einwanderung und Aufenthalt sowie etwa 21.700 Verfahren rund um Staatsbürgerschaft. Die Wartezeit auf einen ersten Termin für die Einbürgerung lag damals bei durchschnittlich 186 Tagen.

Aktuell meldet der Standard, dass die Neuanträge auf rund 1.200 pro Monat gestiegen sind – eine Vervierfachung innerhalb von zwei Jahren. Die Wartezeit auf den ersten persönlichen Termin beträgt mittlerweile knapp ein Jahr, die Verfahrensdauer danach weitere 180 Tage. Die Stadt stockt die MA 35 um 105 Mitarbeiter auf. Viele der Antragsteller stammen aus Syrien, dem Iran und Russland. Ein Teil der 2015 und 2016 Zugewanderten erfüllt inzwischen die Aufenthaltsdauer. 2025 wurden in Wien 5.078 Menschen eingebürgert – ein Plus von rund 39 Prozent, davon allein 1.090 aus Syrien.

Mainstream nähert sich langsam der Realität an

Selbst etablierte Medien kommen an den Fakten nicht mehr vorbei. ORF, Heute und der Standard berichten über den Antragsboom, die langen Wartezeiten und die Überlastung der Behörde. Die Stadt verweist auf Digitalisierung und zusätzliche Stellen, doch der Rückstau bleibt spürbar. Wien hat Anfang 2025 bereits 36,4 Prozent Einwohner mit ausländischer Staatsbürgerschaft und 46,3 Prozent mit ausländischer Herkunft. In mehreren Bezirken liegt der Anteil bei mehr als 50 Prozent.

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