Verlierer-Ampel

Neos-Gründer Matthias Strolz kündigte an, dass in der Verlierer-Ampel mit Andreas Babler (links), Christian Stocker und Beate Meinl-Reisinger noch viel Dreck hochgespült werde.

25. Juli 2026 / 07:37 Uhr

„Massenkarambolage in Zeitlupe“: In der Verlierer-Ampel soll es gewaltig stinken

Das Agieren des Wiener WKO-Chefs Walter Ruck und aller anderen habe die politische Wirklichkeit bis zur Kenntlichkeit entstellt, sagt Michael Fleischhacker in seinem ServusTV-Kommentar. Und Neos-Gründer Matthias Strolz sagte voraus, dass es noch im Sommer eine „politische Massenkarambolage in Zeitlupe“ geben werde. 

“Es wird noch viel Dreck hochgespült”

„Es stinkt gewaltig“, schrieb Strolz auf seiner Facebook-Seite, wo er auch voraussagte, dass noch viel Dreck hochgespült werde. Strolz nennt dabei keine Partei, keine Namen und verrät auch nicht, welchen Dreck er konkret meint, der angeblich hochgespült werden soll. Aber als Politik-Insider wird er schon wissen, wovon er spricht. 

Es ist aber mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Neos-Gründer bei seiner Aussage Vorkommnisse in der Verlierer-Ampel von ÖVP, SPÖ und Neos anspricht. Während Strolz sich mit Konkretem vornehm zurückhält, nimmt sich ServusTV-Moderator Fleischhacker kein Blatt vor den Mund. 

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Nepotismus und Frauenfeindlichkeit

Fleischhacker nahm den Fall des Wiener WKO-Chefs Walter Ruck ins Visier. Diesem würden Nepotismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen –  „das geht natürlich gar nicht, vor allem in der ÖVP, wo bekanntlich Nepotismus und Fauenfeindlichkeit schon immer ein No-Go sind“ (Satire off). 

Wer sich ein bisschen im Labyrinth der österreichischen Polit-Seele auskenne, der wisse, dass das schräge Agieren Rucks, der Wiener SPÖ und der ÖVP seit Bekanntwerden der ersten Vorwürfe nicht eine Perversion des österreichischen Kammerwesens darstelle, sondern ihren innersten Kern.

Die letzten Zuckungen der Zweiten Republik

Man könne es drehen und wenden wie man wolle, so Fleischhacker, Grundlage für dieses Agieren sei natürlich die Pflichtmitgliedschaft und ihre Himmelfahrt in den Verfassungsrang. Natürlich mache die Pflichtmitgliedschaft nicht automatisch jeden Kammerfunktionär zum Bonzen, aber jeder Kammerfunktionär, der das Zeug zum Bonzen hat, habe es durch die Pflichtmitgliedschaft einfach viel leichter. 

Laut Fleischhacker würde man zurzeit die letzten Zuckungen der Zweiten Republik erleben. Dass sich die Skandale in Wien abspielen würden, sei kein Zufall. In Wien nämlich könne die SPÖ immer noch so tun, als erlebte man gerade den Übergang von den 80er in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. 

Wirklich ändern werde sich erst etwas, wenn alle an die Wand gefahren und pleite sind, ist Fleischhacker überzeugt. Oder es kommt vorher jemand, der als Volkskanzler mit diesem System endlich aufräumt. 

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