Im Metahofpark in Graz stehen seit Wochen Zelte. Zigeuner-Familien haben sich dort eingerichtet, nutzen den öffentlichen Grünraum als Dauerlager und haben offenbar angebotene staatliche Quartiere ausgeschlagen. Was für Grazer streng verboten ist – illegales Campieren im Park –, wird hier zur gelebten Praxis. FPÖ-Landesrat Hannes Amesbauer schlägt nun Alarm und fordert die Stadt auf, endlich zu handeln.
Illegales Campen im Metahofpark seit Wochen
Der Park im Bezirk Lend nahe dem Hauptbahnhof ist ohnehin kein unbeschriebenes Blatt. Wegen Drogenkriminalität und konkreter Gefährdung von Minderjährigen gilt dort seit Oktober 2024 eine Schutzzone nach dem Sicherheitspolizeigesetz. Die Verordnung wurde seither mehrfach verlängert – zuletzt im Frühjahr 2026 für weitere sechs Monate. Polizei und Behörden stellten Drogen sicher, sprachen Betretungsverbote aus und führten Schwerpunktkontrollen durch. Genau in dieses ohnehin belastete Areal haben sich nun Zigeuner-Familien dauerhaft eingenistet.
Amesbauer spricht Klartext
Laut Amesbauer ist die Lage klar geregelt: Der Bund prüft den Aufenthaltsstatus. Wird ein Vertriebenenstatus oder ähnliches festgestellt, ist das Land Steiermark für die Unterbringung zuständig. Doch wer diese Hilfe wie einen Hotelservice behandelt und nach persönlichen Vorlieben wählt, verwirkt den Anspruch. Wer angebotene Unterkunft ablehnt, kann nicht eigenmächtig ein öffentliches Gelände besetzen und zur Alternative erklären. Der Landesrat formuliert es unmissverständlich:
Jetzt muss die Stadt Graz handeln, den Park räumen lassen und ihn wieder uneingeschränkt für die Grazer Bevölkerung nutzbar machen.
Wer Hilfe ablehnt, verwirkt den Anspruch
Die Zuständigkeiten sind eindeutig verteilt. Der Bund entscheidet über den rechtlichen Status. Das Land kümmert sich um Unterstützung, wenn dieser Status gewährt wird. Die Stadt Graz ist für den öffentlichen Raum und dessen Nutzung verantwortlich. Illegales Campieren ist laut geltendem Recht niemandem erlaubt – weder Österreichern noch Zuwanderern. Wer staatliche Angebote ausschlägt, sendet ein klares Signal: Man will die Hilfe nicht, sondern die eigenen Regeln. In einem solchen Fall gibt es auch keine Verpflichtung, in Österreich zu bleiben.
Amesbauer macht den Kontrast deutlich: Während normale Bürger Regeln einhalten und Parks nicht einfach besetzen dürfen, wird hier offenbar mit zweierlei Maß gemessen. Die Stadt hat nun die Pflicht, den Park zu räumen und den Grazern zurückzugeben. Alles andere wäre ein weiteres Signal der Schwäche gegenüber jenen, die das System testen.
Stadt Graz am Zug – oder wieder nur Ankündigungen?
Der Metahofpark steht exemplarisch für ein größeres Muster. In der Steiermark gibt es seit der Novelle des Landes-Sicherheitsgesetzes eine Handhabe gegen illegales Campieren außerhalb von Campingplätzen. Andere Gemeinden haben entsprechende Verordnungen erlassen. Graz hat das bislang nicht getan. Die Folge: Behörden bewegen sich oft im juristischen Graubereich, Verfahren ziehen sich hin, und öffentliche Flächen bleiben blockiert. Ähnliche Vorfälle mit Zigeuner-Gruppen gab es in den vergangenen Jahren mehrfach in der Steiermark und anderen Bundesländern – mit denselben Problemen bei Räumung, Hygiene und Akzeptanz in der Bevölkerung.
