Das Bundesheer wird sein vor fünf Jahren ausgegebenes Ziel der Kasernenautarkie – also die Fähigkeit militärischer Liegenschaften, sich im Krisen- oder Katastrophenfall selbst zu versorgen – verfehlen. Anstatt der geplanten 94 autarken Einrichtungen waren Ende 2025 nur 39 versorgungsunabhängig, berichtete das Ö1– „Morgenjournal“. Inzwischen sind es 59.
Blackout-Gefahr und Krisen bedrohen auch Kasernen
Nur als „Versagen von ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner“ könne man das bewerten, befand FPÖ-Zivilschutzsprecher Alois Kainz. Dass Jahre nach der Zielsetzung nicht einmal zwei Drittel der Kasernen autark sind, sei „grob fahrlässig“. Das Versäumnis sei „umso gravierender, als die Bedrohung durch einen Blackout oder andere Krisenszenarien realer denn je sei“.
FPÖ-Anfragen wiesen schon vor Jahren auf Problem hin
Er verwies darauf, dass seine parlamentarischen Anfragen in den vergangenen Jahren bereits auf Defizite hingewiesen hatten und die aktuelle Lage nun auch in Berichten bestätigt wurde. Die Regierung komme in diesem Bereich nur langsam voran und habe die Situation nicht im Griff.
Keine Verzögerungen mehr
Kainz forderte daher von Verteidigungsministerin Tanner deutlich mehr Tempo bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Die Autarkie der Kasernen sei ein zentraler Faktor für die Sicherheits- und Krisenvorsorge Österreichs, weshalb die Regierung die bisherigen Verzögerungen nicht länger hinnehmen dürfe.


