Die Politik von ÖVP und SPÖ gehen diametral auseinander, aber für den Machterhalt schweißen sie sich zusammen. Kaum einer hätte es deutlicher ausdrücken können, als der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Franz Hörl vor Unternehmern in der Wirtschaftskammer.
“Aufgelegter Blödsinn“, „Gipfel der Präpotenz“
Im YouTube-Kanal der Tiroler Wirtschaftskammer nimmt Hörl zur Mehrwertsteuer-Senkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel Stellung. Und da nimmt er sich kein Blatt vor den Mund und redet sich dabei auch noch um Kopf und Kragen. Die Senkung der Mehrwertsteuer sei ein „depperter Babler-Vorschlag“, ein „aufgelegter Blödsinn“. Zugestimmt habe er trotzdem, „weil eine Woche drauf brauche ich wieder was“, so die eindrucksvolle ÖVP-Logik. Nicht nur das: Der Tiroler Abgeordnete warf dem SPÖ-Finanzminister einen „Gipfel der Präpotenz“ vor.
Faule Kompromisse
Spricht man so über einen Koalitionspartner, mit dem man in der Regierung sitzt? Abgesehen davon gibt Hörl damit zu, für etwas gestimmt zu haben, das er für einen „aufgelegten Blödsinn“ hält. So kann Österreich wohl nicht regiert werden! Das sind faule Kompromisse zum Schaden der Menschen.Â


