Knapp 11.000 Euro Schaden soll eine junge Frau aus Syrien verursacht haben: In Tirol muss sich eine 22-Jährige vor Gericht verantworten, weil sie über mehrere Jahre hinweg Mindestsicherungsleistungen erschlichen haben soll.
Falsche Angaben in Anträgen brachten bares Geld
Der Vorwurf: Die Migrantin soll bei ihren Anträgen auf Mindestsicherung falsche Angaben gemacht haben. So soll sie mit ihrem Lebensgefährten in einer gemeinsamen Wohnung gelebt haben, obwohl dieser offiziell in einer Obdachlosenunterkunft gemeldet war. Dennoch gab sie in ihren Anträgen mehrfach an, alleine zu leben.
Den Ermittlungen zufolge erklärte die Beschuldigte wiederholt, keine weiteren Haushaltsangehörigen zu haben. Das zahlte sich aus: Durch die falschen Angaben erhielt sie höhere Leistungen, als ihr tatsächlich zugestanden hätten. Deshalb soll sie über einen längeren Zeitraum hinweg zu hohe Sozialleistungen bezogen haben.
Taskforce deckt unzählige Fälle auf
Neu sind derartige Fälle nicht – allerdings werden sie zunehmend aufgedeckt. Die unter dem damaligen freiheitlichen Innenminister Herbert Kickl eingerichtete Taskforce Sozialleistungsbetrug (SOLBE) deckte im vergangenen Jahr zahlreiche Fälle auf. Insgesamt entstand dadurch ein Schaden von rund 158 Millionen Euro.


