Odin Wiesinger

Der oberösterreichische Maler Odin Wiesinger will sich gegen den Falter juristisch wehren, weil dieser ihn in die Nähe der NS-Ideologie gerückt hat.

8. Juni 2026 / 07:34 Uhr

„Falter“-Chefreporterin diskreditiert Künstler als „FPÖ-nahen Blut und Boden-Maler“

In manchen Redaktionen soll es vorkommen, dass der Chefredakteur die Frage stellt, „wer hat eine Geschichte gegen die FPÖ“. Beim Falter könnte es so gewesen sein, dass Chefreporterin Nina Horaczek „hier“ gerufen und – wohl nach investigativen Recherchen – einen „FPÖ-nahen Blut und Boden-Maler“ ausgegraben hat. Und zwar Odin Wiesinger aus Oberösterreich.

Schreiberin bringt Maler in Nähe der NS-Ideologie

Was bedeutet es, wenn jemand zu einem Künstler „Blut und Boden-Maler“ sagt? Ein Blick auf Wikipedia verrät: „Die Blut-und-Boden-Ideologie ist eine agrarpolitische Ideologie, welche die Einheit eines rassistisch definierten Volkskörpers mit seinem Siedlungsgebiet postuliert“. Deutet man den Begriff also nach der weit verbreiteten Enzyklopädie, bringt Horaczek den unbescholtenen Maler, der sich offenbar zum Feind der linken Zeitgeist-Journalisten gemacht hat, weil er einer Burschenschaft angehört und nichts von linken Lebensweisheiten hält, in die Nähe des Nationalsozialismus. 


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Juristische Schritte

Gegen diese mediale Unterstellung hat sich Odin Wiesinger schon mehrmals erfolgreich gewehrt; unter anderem, als ein Lokal-Reporter allen Ernstes behauptete, er würde NS-Porträts malen. Die Zeitung musste – wie berichtet – eine Gegendarstellung bringen. Wiesinger möchte in den kommenden Tagen mit seinem Rechtsanwalt beraten, ob er nun auch gegen den Falter juristische Schritte einleitet. 

LH-Stellvertreter Landbauer und die chinesische Botschafterin Qi Mei mit der Radierung des Künstlers Odin Wiesinger, die Burgen und Schlösser in Niederösterreich zeigt.

Graphik mit Gemälde verwechselt

Abseits dessen zeigt sich der oberösterreichische Maler verwundert, wie jemand Chefreporterin einer Zeitung werden kann, wenn diese nicht einmal ein Gemälde (Ölbild) von einer Graphik (Zeichnung, Radierung) unterscheiden könne. Denn tatsächlich handelt es sich um eine Radierung, die der niederösterreichische LH-Stellvertreter Udo Landbauer im Vorfeld seines China-Besuchs der chinesischen Botschafterin Qi Mei im Landhaus überreichte und die von der Falter-Journalistin fälschlich als Gemälde wahrgenommen und inkriminiert wurde.

“Ideologische Verblendung”

Gegenüber unzensuriert sagte Odin Wiesinger zum Falter-Artikel: 

Was heute so alles Journalist oder Redakteur genannt wird, ist erschreckend. Wenn man, so wie Nina Horaczek, in nur einem Satz so viel Schwachsinn verbreitet und bösartiges Framing betreibt, kann es sich nur um ideologische Verblendung, totale kunsthistorische Ahnungslosigkeit, Uninformiertheit, Gehässigkeit, oder eine gefährliche Mischung von allem handeln! Selbst der/die Dümmste sollte mittlerweile begriffen haben, dass ich mit der nationalsozialistischen Ideologie nicht das Geringste zu tun habe! Ich male auch nicht mit Blut und wälze mich dabei nicht am Boden!

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