Die jüngste Erhebung der Statistik Austria offenbart einen deutlichen Anstieg der Armut in Österreich: 2025 waren 1.699.000 Personen oder 18,8 Prozent der Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Das sind 170.000 mehr als im Vorjahr. Besonders ins Auge sticht, dass Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft in den untersten Einkommensgruppen stark überrepräsentiert sind. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen stieg zwar auf 50.709 Euro, doch der Zuwachs verteilt sich ungleich.
Zuwanderung erhöht die Last auf den Sozialstaat
Während der Staat traditionell für einheimische Bedürftige wie Arbeitslose und Alleinerziehende zuständig ist, kommt nun die zusätzliche Herausforderung durch einen hohen Anteil an Zuwanderern aus wirtschaftlich schwachen Ländern hinzu. 36 Prozent der Drittstaatsangehörigen und 20 Prozent der EU/EFTA-Staatsbürger zählen zu den zehn Prozent mit den niedrigsten Haushaltseinkommen.
Ausländische Staatsangehörige machen zudem 42,8 Prozent der als arbeitslos oder in Schulung Gemeldeten aus. Der Sozialstaat muss daher für eine breitere Gruppe aufkommen als noch vor Jahren – einheimische Arme und Zuwanderer aus armen Verhältnissen konkurrieren um die gleichen begrenzten Ressourcen.
Inflation und Energiekrise verschärfen die Situation
Trotz des Einkommenswachstums stieg der Anteil unter der Armutsgefährdungsschwelle von 1.806 Euro monatlich auf 16 Prozent. Die Inflation erreichte im März 2026 3,2 Prozent, beeinflusst von Energiepreisen und steigenden Netzentgelten im Zuge der Energiekrise und des Nahost-Kriegs.
17,8 Prozent der Menschen können sich keinen Jahresurlaub leisten, und die Zahl armutsgefährdeter Kinder und Jugendlicher stieg auf 411.000. Der ohnehin belastete Sozialstaat steht vor der schwierigen Aufgabe, sowohl einheimische als auch zugewanderte Arme zu unterstützen – bei gleichzeitig hoher Teuerung
POLITISCHE ANZEIGE der FREIHEITLICHEN PARTEI ÖSTERREICH (FPÖ). Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung




