Seit 2011 ist die Pauschale für Menschen mit Behinderungen, denen die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel unzumutbar ist, nicht mehr angepasst worden. 190 Euro im Monat sind es seitdem, trotz gestiegener Mobilitätskosten.
Auf Autofahrer wurde vergessen
Für den freiheitlichen Behindertensprecher Christian Ragger ist das nicht nachvollziehbar: Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen könne, müsse mobil bleiben können, etwa für Arztbesuche, Einkäufe, den Weg zur Arbeit und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für ihn ist es unverständlich, dass die Pauschale nicht valorisiert wurde, denn in praktisch allen anderen Bereichen sind die Preise gestiegen und vor allem die explodierten Spritpreise stellen eine enorme Belastung dar für jene, die auf das Auto angewiesen sind.
Rasche Erhöhung gefordert
Für ihn ist “Mobilität kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für Selbstbestimmung und ein würdevolles Leben”. Würde der Freibetrag von bisher 190 Euro an die Inflation angepasst werden, läge die Pauschale inzwischen bei rund 286 Euro, führte Ragger aus.
Er forderte die rasche Umsetzung der Erhöhung:
Es kann nicht sein, dass Betroffene Jahr für Jahr mehr bezahlen müssen, während die staatliche Unterstützung auf dem Stand von vor eineinhalb Jahrzehnten eingefroren bleibt. Alles andere als eine automatische Valorisierung wäre eine klare Themenverfehlung.


