Traiskirchen, Babler

Zug um Zug kommt die Wahrheit über den Aktionismus rund um das Flüchtlingslager Traiskirchen ans Licht. Der ehemalige Leiter des Heims nimmt sich auch gegenüber Andreas Babler (SPÖ) kein Blatt vor den Mund.

23. November 2025 / 09:09 Uhr

Ex-Asyl-Leiter rechnet mit ORF und „Aktionismus“ von Babler ab

Angestellte des Staates brechen leider oft erst ihr Schweigen, wenn sie in Pension sind. So auch der Ex-Asyl-Leiter von Traiskirchen, Franz Schabhüttl. Aber was er jetzt preisgibt, ist dermaßen schwerwiegend, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.

ORF als Sponsor der ungesteuerten Zuwanderung

Dass der ORF zum Sponsor der ungesteuerten Zuwanderung unter dem Deckmantel der Humanität wurde, wie Schabhüttl in einem Kommentar für den exxpress schrieb, dürfte für viele nicht überraschend sein. Neu ist, wie der Ex-Asyl-Leiter von Traiskirchen vom ORF behandelt wurde, als er am 17. Oktober zu einem Interview anlässlich zehn Jahre Flüchtlingskrise gebeten wurde. 60 Minuten lang habe er tiefgehende Einblicke in die damalige Situation gegeben – im Beitrag wäre dann aber nur der völlig belanglose Halbsatz, „dass viele Köche den Brei verderben“, zu hören gewesen.

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Herausgabe des Bildmaterials verwehrt

Dieser Satz, so Franz Schabhüttl, wäre völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er habe viel mehr zu sagen gehabt: So gebe es in Österreich bereits mehr als 50.000 Afghanen. Von Schwierigkeiten oder Problemen im ORF kein Wort. Stattdessen eine Jubelmeldung zu zehn Jahre Flüchtlingskrise. Laut Schabhüttl habe er beim ORF um die Herausgabe des Bildmaterials gebeten, allerdings wäre ihm dies vom ORF verwehrt worden.

Babler ließ leerstehende Zimmer sperren

Schabhüttl erzählte beispielsweise davon, wie Andreas Babler (SPÖ) durch Ausnutzung seiner Kompetenzen als damaliger Bürgermeister in Traiskirchen die Schließung von leerstehenden Zimmern in der Betreuungsstelle anordnete und damit verhinderte, dass 600 Menschen in Zimmern hätten schlafen können. So hätten diese auf einer Wiese in Traiskirchen schlafen müssen. Wörtlich sagte Schabhüttl:

Hier hätte er Menschlichkeit vor sein vom Aktionismus getriebenes Ego stellen können.

“Ahnungloser Flüchtlingskoordinator”

Problematisch und für Zusatzstress habe der „ahnungslose Flüchtlingskoordinator“ Christian Konrad mit seinem „farblos mitlaufenden Schatten“ Ferry Maier (beide ÖVP) gesorgt. Konrad habe, ohne die notwendigen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, eine Steuergeldverschwendung ersten Ranges verfügt: Die nicht notwendige Installierung eines immens teuren Feldlazaretts. Die Versorgung durch Ärzte wäre im Lager aber ohnehin besser gewesen, als im niedergelassenen Bereich im Rest Österreichs.

Obdachlosenbus, aber keine Obdachlosen

Konrad habe das Auffahren eines Obdachlosenbusses verfügt, ohne dass es zu diesem Zeitpunkt Obdachlose gegeben hätte (Belegstand damals 1.800). Zudem das Aufstellen des „Konrad-Wartezelts“ (am 8.12.2015) ohne Notwendigkeit, da es keine „Wartenden“ mehr gegeben habe. Konrad habe durch eine unsachgemäße Errichtung einer Art Küche im Freien eine Rattenplage verursacht. Die Kosten aller dieser nicht notwendigen und freihändig vergebenen Aufträge für den Steuerzahler? „Knapp 3,5 Millionen Euro“, berichtete Schabhüttl, der sich wundert, dass es bis heute keine strafrechtlichen Ermittlungen gibt.

NGOs ging es um Publiziät und Spenden

In der ganzen Unglaublichkeit, die sich damals in Traiskirchen ereignet haben soll, spielten offenbar auch NGOs eine unrühmliche Rolle. Laut Franz Schabhüttl stellte die Caritas am 2.7.2015 (Belegstand 3.323) ihren Omnibus mit Caritas-Logo vor der Einfahrt auf, sodass der Eindruck entstanden wäre, sie sei hier tätig, was jedoch nicht stimmte. Ärzte ohne Grenzen hätten versucht, mit öffentlichem Druck in die Einrichtung zu kommen, um die Flüchtlingseinrichtung als Werbefläche zu missbrauchen. Schabhüttl sagte:

Den NGOs ging es vor allem um Publizität und damit um Spenden…Von alledem berichtete der ORF nichts.

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