Spital-Mitarbeiter

Nitril-Handschuhe sind aus dem medizinischen Alltag nicht wegzudenken, doch das eigentlich banale Produkt wird immer knapper.

18. April 2026 / 10:00 Uhr

Abhängigkeit von Asien: EU droht Engpass bei wichtigen Medizinprodukten

Die jüngsten Warnungen der Tiroler Ärztekammer vor einem drohenden Mangel an Nitril-Einweghandschuhen für medizinisches Personal werfen ein Schlaglicht auf eine besorgniserregende Entwicklung in der Gesundheitsversorgung Europas.

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Ein einfaches, aber essenzielles Produkt, das den Medizinern in ihren täglichen Praktiken hilft, wird allerdings nicht aufgrund globaler geopolitischer Spannungen knapp, wie die Ärztekammer argumentiert.

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Es ist die schlechte Politik in Europa, die die Gesundheitsversorgung in die Abhängigkeit vor allem Asiens gebracht hat.

Problem seit Jahren bekannt

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der europäische Gesundheitssektor mit Versorgungsengpässen konfrontiert wird.

Wie Gerald Hauser, freiheitlicher EU-Abgeordneter, anprangert, zeigt sich hier das Versagen der EU-Kommission bei der Sicherstellung einer stabilen Versorgung mit medizinischen Produkten. Und das seit Jahren.

Abhängigkeit von Asien

Der globale Markt für medizinische Einweghandschuhe ist ein Paradebeispiel für die Abhängigkeit Europas von Asien, insbesondere von Ländern wie China und Malaysia, die große Marktanteile bei der Herstellung und Lieferung dieser Produkte halten. Etwa 70 Prozent der weltweit in Europa und Japan produzierten Medikamente enthalten Wirkstoffe, die in China hergestellt werden.

Laut der internationalen Marktanalyse soll der Markt für Einweghandschuhe von 13,61 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 46,49 Milliarden US-Dollar bis 2034 wachsen. Etwa 49 Prozent der weltweiten Gummihandschuhexporte stammen aus Malaysia, während China und Indien bei der Herstellung von Medikamenten und medizinischen Geräten dominieren.

Abhängigkeit sorgt für Preissteigerungen

Dies führt zu einer unsicheren Versorgungslage, wie die Tiroler Ärztekammer warnt, die auf mögliche Lieferengpässe und Preissteigerungen hinweist.

Hauser kritisiert in seiner Stellungnahme die EU-Kommission scharf und fordert eine klare Stellungnahme zu den Ursachen dieser Mangelerscheinungen:

Was macht die EU wirklich, um die notwendigen Nitril-Handschuhe für Mediziner zu sichern?

Hauser fordert die Rückkehr zu einer nationalstaatlichen Verantwortung im Gesundheitsbereich.

Die globalen Lieferketten und ihre Konsequenzen

Die Frage bleibt nämlich, wie lange Europa noch in der Lage sein wird, sich auf Asien zu verlassen, insbesondere angesichts der wachsenden geopolitischen Unsicherheiten und der steigenden Produktionskosten in China.

China ist nach wie vor ein dominanter Akteur in der Medikamenten- und Medizinprodukteproduktion, doch die zunehmende Umweltpolitik des Landes könnte die Produktionskosten weiter ansteigen lassen.

Preisanstieg bei Paracetamol

Wie etwa beim Wirkstoff Paracetamol: Die Schließung von Produktionsstätten aufgrund von Umweltauflagen führte zu einem drastischen Anstieg der Preise. Auch Indien, das in vielen Bereichen auf chinesische Lieferketten angewiesen ist, hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.

Appell zum Handeln

Doch Brüssel macht nichts. „Seit über einem Jahr wird in praktisch jeder Sitzung des Gesundheitsausschusses der EU unter anderem über Notfallmaßnahmen gesprochen, einschließlich einer ausreichenden Versorgung mit Arzneimitteln und Medizinprodukten. Ich kann dieses völlig abgehobene Gerede der Globalisten, der EU-Kommission und der Systemparteien – Volkspartei, Sozialisten, Grüne, Liberale – mittlerweile nicht mehr hören!“, erklärte Hauser.

Denn es drohe sogar jenseits der Medikamente auch ein Mangel an Nitrilprodukten – wie Einweghandschuhen – und an Helium, ohne die ein modernes Gesundheitssystem nicht mehr funktionieren könne.

Viel Papier, kein Ergebnis

Die „vollmundige Politik der EU-Kommission“ habe laut Hauser längst nichts mehr mit der Realität zu tun.

„Gerade der Gesundheitsbereich ist ein Musterbeispiel für das Totalversagen der EU-Kommission. Jede Menge Verordnungen, Papiere, Strategien, noch mehr Geld, aber Mangel in allen Bereichen!“

Zurück zu Nationalstaaten

Die Lösung sieht Hauser in der Stärkung der Gesundheitspolitik der Nationalstaaten. Denn die EU-Kommission löse keine Probleme im Gesundheitsbereich, sie sei längst selbst zum Problem geworden“, unterstrich der Freiheitliche. Er will wissen, wie es zu solchen Mangelerscheinungen kommen kann, obwohl das EU-Parlament und die Kommission ständig über die Versorgung mit Medizinprodukten reden.

Und vor allem will Hauser wissen,

… wie die Problemlösung für die Versorgung mit Nitrilprodukten und beim Helium aussieht. Die EU hat diese Kompetenzen an sich gezogen, jetzt wird sie – in dieser Krise – beweisen müssen, ob sie ihre großspurigen Versprechen halten kann!

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