Zwei junge Islamisten, die bereits im Sommer 2023 am Landesgericht Leoben wegen Planung eines Anschlags auf eine Mittelschule in Bruck an der Mur (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) verurteilt worden waren, sitzen erneut in Haft. Laut Angaben der Justiz hatten sie ihre vorzeitige Entlassung genutzt, um erneut konkrete Pläne für terroristische Anschläge zu entwickeln.
Junge Migranten wollten “Kalifat” errichten
Die damals 15- und 16-Jährigen, ein Tschetschene und ein Mazedonier, hatten bei ihrer ersten Verurteilung ein „Kalifat“, also einen islamischen “Gottesstaat”, in Österreich errichten und gezielt Christen ermorden wollen – unzensuriert berichtete. Die Justiz zeigte sich gnädig: Einer der Jugendlichen, heute 17 Jahre alt, war nach Verbüßung von zwei Dritteln (beide bekamen zwei Jahre Haft, acht Monate davon unbedingt) seiner Strafe freigelassen worden und hatte an Weisungen wie Deradikalisierungsmaßnahmen und Psychotherapie teilgenommen.
Islamisten wurden schnell rückfällig
Wirklich hilfreich waren die Kuschelmaßnahmen aber nicht, denn laut Staatsanwaltschaft zeigten sich schnell erneut klare Radikalisierungstendenzen. Der Jugendliche soll mit einer Maschinenpistole ein Blutbad geplant und einen Bekannten um finanzielle Unterstützung für den Waffenkauf gebeten haben.
Beide planten Bombenanschläge
Sein Komplize, heute 18 Jahre alt, wurde Ende August 2025 an der Grenze zu Nordmazedonien festgenommen, nachdem er von einem Heimaturlaub zurückgekehrt war. Auch ihm werden neue, bereits sehr konkrete Anschlagspläne – unter anderem mit Bomben – vorgeworfen. Beide befinden sich nun in der Justizanstalt Leoben, wo der ältere Jugendliche auch seine wegen des ersten Verfahrens aufgeschobene Haftstrafe verbüßt.


