Der britische Premierminister Boris Johnson hat das Coronavirus lange nicht wirklich ernst genommen und dessen Gefahr nicht höher eingeschätzt als die einer gewöhnlichen Grippewelle. Spät erst reagierte Großbritannien mit Maßnahmen. Mittlerweile ist Johnson selbst an Covid-19 erkrankt. Sein Zustand hat sich so verschlechtert, dass er inzwischen auf der Intensivstation liegt.
Doch eine rasche Genesung will dem Premier offenbar nicht jeder wünschen. Martin Sonneborn, Chef der Satirepartei Die Partei, nutzt Johnsons Erkrankung lieber zum Anlaß für Spott und Häme. Auf Twitter schrieb der EU-Parlamentsabgeordnete: “Boris Johnson im Krankenhaus; British Humour. ZwinkerSmiley!”
Die Partei: Vom Steuerzahler finanzierter Unsinn
Und solche Leute wie Sonneborn und sein Parteikollege Nico Semsrott werden vom EU- und damit hauptsächlich vom BRD-Steuerzahler finanziert. Dafür sitzen sie im EU-Parlament, erzählen allerlei Unsinn und betreiben als Satire getarnte Hetze gegen Konservative. Viele Nutzer von Twitter haben dafür allerdings kein Verständnis. So schreibt beispielsweise sogar die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann: “Boris Johnson liegt auf der Intensivstation. Schadenfreude und Häme sind das Allerletzte. Was sein Fall zeigt: Niemand ist größer als das Virus. Wir gehen gerade alle durch eine Phase der notwendigen Demut. Interessant wird, wie lange sie anhalten wird.”
Kein Verständnis für Kritik
Sonneborn hingegen kann die Kritik an seinen Äußerungen nicht wirklich nachvollziehen. In einem zweiten Tweet versucht er deshalb, sich zu rechtfertigen: “Ich glaube, Boris Johnson hat der Welt mehr Gewalt angetan als ich ihm mit einem kleinen Tweet. Ein bisschen Schadenfreude, daß es bei der Schaffung von ʿHerdenimmunitätʾ den dämlichen Leithammel als erstes erwischt, sollte auch gestattet sein …” Was für Gewalt das sein soll, darüber schweigt sich der linke Politiker aus. Vermutlich meint er den Brexit, der aber keine Gewalt, sondern der demokratische Wille der britischen Bürger war. Sonneborns Verhalten zeigt allerdings, dass ihm wie so vielen Linken jedes Unrechtsbewusstsein fehlt und er denkt, unter dem Deckmantel der Satire, alles machen zu können, was er will.
Doch auch das hilft nichts. Die überwiegende Mehrheit findet seine Einlassungen immer noch nicht witzig. Das allerdings durfte für Sonneborn keine wirklich neue Erfahrung sein und seine Stammwähler auch nicht davon abbringen, ihn erneut zu wählen, sodass er weiterhin einen gut betuchten Posten genießen kann.