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Trotz des Corona-Virus lassen sich die Christen im Nahen Osten (Symbolbild: Jerusalem) nicht unterkriegen.

6. April 2020 / 12:10 Uhr

Christen im Nahen Osten: „Corona ist nicht schlimmer als der IS“

Die Christen im Nahen Osten nehmen die derzeitige Corona-Ausbreitung gelassen. Kirchenvertreter sehen keine Gefahr, daß Corona die Präsenz der Christen an der Wiege des Christentums gefährden und vielleicht schlimmere Folgen haben könnte als islamistische Terroristen. Sie trotzen dem Virus mit der Ansage, dass er nicht schlimmer sein könne als der IS.

Der Leiter des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL) in Jerusalem, Georg Röwekamp, sieht Christen nicht gefährdeter als andere: „Der Virus trifft alle gleichermaßen, ebenso die wirtschaftlichen und sozialen Folgen“, sagte er dieser Tage laut kathpress.

„Wo ist es besser? – Das Virus ist überall!“

Eine verstärkte Abwanderung von Christen aus der Nahost-Region hält Diakon Firas Abedrabbo, persönlicher Sekretär von Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, dem Leiter des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, schon aus praktischen Gründen für unwahrscheinlich. „Das Virus“, so der palästinensische Christ, „ist überall! Wo ist es derzeit schon besser, in Europa oder Amerika?“

Als Gläubiger müsse man vielmehr „immer an die Lektion der Hoffnung erinnern, die wir in der Geschichte des erwählten Volkes lesen“, ist der Franziskaner Francesco Patton überzeugt, der der Heiligland-Kustode der Franziskaner vorsteht. Die Zahl der Christen vor Ort könne sinken, „aber die christliche Präsenz wird fortbestehen, und nach dieser Zeit des Leidens, der Prüfung und in vielen Fällen des Todes wird Gott unserer Gemeinschaft helfen, wieder zu wachsen“. Und: „Ich bin zuallererst ein Gläubiger. Deshalb glaube ich nicht, daß das Virus schaffen kann, was IS, Krieg und Wirtschaftskrise nicht geschafft haben.“

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