Jeder kennt sie und jeder, der auf sein Auto beruflich oder privat angewiesen ist, hasst sie: die unzähligen Kurzparkzonen in Wien. Im normalen Alltag vor allem mühsam und vor allem für Pendler eine große Belastung, stellen sie jetzt, zu Zeiten des Coronavirus, auch eine potentielle Gefahr für viele, insbesondere ältere Österreicher dar. Denn: Das Auto den ganzen Tag in Wien abzustellen, ist aufgrund der Kurzparkzonen bis jetzt kaum möglich gewesen bzw. in Parkhäusern einfach zu teuer. Für viele die einzige Alternative bisher: die öffentlichen Verkehrsmittel, wo es natürlich leicht und oft zu einer hohen Anzahl von Personen auf kleinstem Raum kommen kann. Das Virus kann sich also gerade hier sehr leicht verbreiten.
Stadtregierung handelt endlich
Die gute Nachricht: Ab morgen, Dienstag, werden die Kurzparkzonen in Wien aufgehoben. Zusätzlich soll es auch günstigere Tagestarife in Parkhäusern geben. Regelungen in Bezug auf Anrainer- und Behindertenparkplätze sowie alle weiteren Bestimmungen (Ladezonen etc.) ändern sich dadurch natürlich nicht.
FPÖ forderte Maßnahme bereits in der Vorwoche
FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp forderte bereits am Mittwoch vergangener Woche, dass die Kurzparkzonen in Wien aufgehoben werden sollten. Er verwies dabei darauf, wie hoch die Ansteckungsgefahr gerade in den Öffis ist. Nun scheinen seine Argumente auch zu den Wiener Stadtregierenden durchgedrungen zu sein – spät, aber doch.