Caroline Athanasiadis rechnet schonungslos mit dem Kurs des ORF ab.

3. Juni 2026 / 06:22 Uhr

Caroline Athanasiadis packt aus: ORF spart bei Programm, nicht aber bei hohen Gagen

Caroline Athanasiadis hat auf Instagram in einer mehrteiligen Bilderstrecke das Aus ihrer ORF-Vorabend-Quizshow “Smart10” bekannt gegeben. Das Format, das die Kabarettistin und Moderatorin seit 2022 präsentiert, soll ab 2027 nicht mehr produziert werden. Auch das Wissensformat “Q1” mit Oliver Polzer steht demnach vor dem Ende, während über die Zukunft der “Millionenshow” mit Armin Assinger weiter Unsicherheit herrscht.

Deutliche Kritik an Rundfunk

Athanasiadis zeigt sich bestürzt. Sie betont, dass die Österreicher im kommenden Jahr keine neuen Quizsendungen von ihr und ihrem Kollegen mehr zu sehen bekommen. Der Grund liegt nach ihren Worten im Sparkurs des ORF, der Eigenproduktionen trifft. Neben Bedauern äußert sie auch deutliche Kritik am ORF:


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Ich bin bestürzt dass die Österreicherinnen keine neuen Quizsendungen 2027 sehen werden. Weder von mir noch von meinem lieben Kollegen Oliver Polzer. (…) Der ORF muss endlich realisieren, dass er nur mit vermehrt heimischen Inhalten stark sein kann.

Statt Gagen wird beim Programm gespart

Die Moderatorin richtet klare Worte an den Sender. In ihrem Posting verweist sie zudem auf den Druck durch fehlende Mehrwertsteuer-Rückerstattung seitens der Bundesregierung, die den Sender zu Einsparungen zwingt. Dadurch fehle Budget für heimische Produktionen. Unzensuriert hat sich bezüglich der Kompensationszahlung von bis zu 90 Millionen Euro, die von der Verlierer-Ampel zusätzlich zur Haushaltsabgabe auf den Küniglberg überwiesen wird und offenbar klar EU-rechtswidrig ist, mit dem ORF angelegt. Diese Beihilfe könnte nach unserer Konkurrentenbeschwerde bei der KommAustria und dem Bundesverwaltungsgerichtshof fallen.

Besonders trifft es laut Athanasiadis die Menschen hinter den Kulissen. Kamera, Ton, Licht, Kostüm, Maske, Set-Design, Redaktion, Autoren und Musiker würden unter den Kürzungen leiden. Viele von ihnen könnten arbeitslos werden, während der Sender weiterhin hohe Gagen für bekannte Gesichter zahlt. Die Entertainerin selbst sieht sich als Kabarettistin weniger betroffen, warnt aber vor den Folgen für die Branche.

Muster des wehleidigen Abgangs

Der Fall Athanasiadis steht nicht allein. Im Herbst 2025 verließ Christa Kummer nach mehr als 30 Jahren als Wettermoderatorin den ORF. Auch sie kritisierte den Umgang mit langjährigen Mitarbeitern als „eher unrühmlich“ und „erschreckend“. Gespräche mit der Führung habe es vor ihrem Aus kaum gegeben.


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