Die SPÖ-Alleinregierung im Burgenland unter Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) wäre zum Familienbetrieb geworden. Dieses Projekt ist nun abgesagt. Wahlsieger Doskozil wollte seine zukünftige Ehefrau Julia Jurtschak als politische Referentin in sein eigenes Landeshauptmannsbüro holen. Im Mai möchte Doskozil Jurtschak heiraten.
Ab sofort sollte die bisher als Eventmanagerin tätige Jurtschak für Doskozil Projekte im Sozialbereich abwickeln. Unter anderem sollte sie in jedem burgenländischen Bezirk einen Sozialmarkt planen und einrichten. Nach heftiger medialer und wohl auch innerparteilicher Kritik musste man den ungeordneten Rückzug antreten.
Weinerliche Stellungnahme zum Karriere-Ende
Geendet hat die Leider-Nein-Karriere der zukünftigen Landeshauptmann-Ehefrau in einer weinerlichen Stellungnahme über die sozialen Medien. Jurtschak sagte den Job nach nicht einmal 24 Stunden wieder ab und beklagte die “Gehässigkeiten” als Reaktion auf die Bekanntgabe ihres geplanten Karriereschritts.
Obwohl sie qualifikationsmäßig alle Voraussetzungen mitbrächte, würde sie immer unter Rechtfertigungsdruck stehen. Doskozil gab sich gegenüber der Entscheidung seiner Partnerin verständnisvoll und verwies auf die laufende Diskussion.
Sozialmärkte sind Förderprojekte durch Bund und Länder
Das Projekt Sozialmärkte hätte für die Doskozil-Ehefrau und damit den Landeshauptmann selbst problematisch werden können. Sozialmärkte sind in der Regel Förderprojekte durch Bund und Länder. Die Opposition hätte sich wohl ganz genau angesehen, auf welche Art und Weise der Burgenländische Landeshauptmann für seine eigene Frau als Lobbyist auftritt. Etwa dann, wenn sie beim grün geführten Sozialministerium oder beim schwarz geführten Arbeitsministerium um Förderungen oder subventioniertes Personal ansucht.