Josef Muscat

Regierungschef Joseph Muscat wird zum Buhmann im Mord- und Korruptionsfall Galizia.

2. Dezember 2019 / 16:24 Uhr

Mordfall Galizia: Muscats verzögerter Rücktritt erzürnt das Volks

Die Volksseele kocht im Inselstaat Malta in Sachen Mordfall Daphne Caruana Galizia. Hauptgrund für den Aufruhr unter dem Insel-Volk ist der verzögerte Rücktritt des Ministerpräsidenten und Parteichefs der Arbeiterpartei, Joseph Muscat. Der Staatschef, dessen Minister und Regierungsstabschef im Zwielicht der Ermittlungen rund um die Ermordung der Journalistin am 17. Oktober 2017 stehen, will erst nach dem Jahreswechsel irgendwann im Jänner seine Ämter in Regierung und Partei zurücklegen.

Nachdem Muscats roter Tourismusminister Konrad Mizzi und sein engster Weggefährte und Regierungsstabschef Keith Schembri wegen der Causa Galizia bereits den Hut nehmen mussten – Schembri musste sogar zwei Tage in Polizeihaft verbringen -, zögert er selbst seinen Abgang hinaus.

Volk sieht Muscat bereits in der Nähe der Mafia


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Einzelne Protagonisten des Volkszorns wie der Blogger Manuel Delia, die gegen die amtierende sozialistische Regierung und ihre mutmaßliche Involvierung in eine Gemengelage von Korruption, Bestechung und Auftragsmord protestieren, sehen Muscat gar in die Nähe der Mafia gerückt. So wird etwa in den Straßen der maltesischen Hauptstadt Valletta in Sprechchören behauptet, dass offensichtlich die Mafia über die Regierung und ihre zukünftige Zusammensetzung befinde.

Vor allem Berichte, dass Muscat schon seit rund 15 Monaten gewusst haben soll, dass der Unternehmer Yorgen Fenech, der jetzt als Mittäter und mutmaßlicher Drahtzieher des Autobombenattentats gegen Galizia angeklagt wurde, in die Sache involviert sein soll, erzürnt die maltesische Bevölkerung.


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