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21. November 2009 / 14:38 Uhr

SPÖ Wien führt Front gegen Festkommers an – Häupl im Kampf gegen die eigene Vergangenheit

Sind es sonst die Grünen und obskure Splittergruppen kommunistischer oder anarchistischer Natur, so lässt sich bei den Attacken gegen den heutigen Festkommers der Burschenschaften in die Wiener Hofburg feststellen: Ganz vorne marschiert diesmal die SPÖ, und hier vor allem die Wiener Landesgruppe. Bürgermeister Michael Häupl lässt seine Vasallen nicht nur im längst eröffneten Wahlkampf gegen den Kommers-Festredner HC Strache zu Felde ziehen, sondern kämpft auch einen skurillen Kampf gegen die eigene Vergangenheit.

Häupl war bekanntlich selbst Mitglied einer national-freiheitlichen Studentenverbindung, nämlich der "Jungmannschaft Kremser Mittelschüler Rugia". Was er selbst gerne als "Jugendsünde" abtut, dauerte acht Jahre und war für Häupl eine intensive Zeit, in der er sich in das Leben seines Bundes vehement und eifriger als die meisten seiner Bundesbrüder einbrachte. In den wilden Zeiten der 68er-Studentenproteste verschlug es ihn dann politisch weit nach links, und Häupl entfernte sich von den burschenschaftlichen Ideen.

Wenn die Wiener SPÖ jetzt mit aller Macht gegen den Festkommers ankämpft, so mutet dies seltsam an und ist wohl ein Beweis für den fehlenden Respekt des Bürgermeisters vor sich selbst und seiner Vergangenheit. Hätte er den, würde er das rote Fußvolk zurückpfeifen. Aber er lässt es von der Leine, und so produzieren Wiens kleine rote politische Lichter ein wahres Lichtermeer an antiburschenschaftlicher Hetze. Man darf gespannt sein, ob heute Abend überhaupt so viele Kerzerln in den Fenstern stehen, wie die Roten schon Presseaussendungen zu diesem Thema produziert haben: Der Landtagsabgeordnete Peko Baxant, Gewerkschafter Christian Meidlinger, Petra Bayr aus dem Nationalrat, ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser, der SJ-Vorsitzende Wolfgang Moitzi, die Wiener Integrations-Stadträtin Sandra Frauenberger, die Wiener Integrationssprecherin Angela Lueger und zuletzt gar Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas durften schon ihren Groll und Hass auf Andersdenkende zu Papier bringen.


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Für die FPÖ, die heute am Kommers stark vertreten sein wird, stellte Jugendsprecher Christian Höbart fest: Wenn es heute bei den Demos wieder Ausschreitungen und verletzte Polizisten gibt, so sind SPÖ und Grüne für jeden einzelnen moralisch mitverantwortlich.


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