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10. April 2010 / 20:34 Uhr

Rosenkranz-Wahlauftakt im Heimatbundesland

Auf dem Riemerplatz in St. Pölten eröffnete die niederösterreichische FPÖ-Landesrätin und Bundespräsidentschaftskandidaten Barbara Rosenkranz vergangenen Freitag ihre Wahlkampftour durch Österreich.

Rosenkranz RedeErwartungsgemäß vertrat die zehnfache Mutter ihre inhaltlichen Kernbotschaften vor rund 500 Anhängern und einigen hundert Gegendemonstranten in aller Deutlichkeit. Sie wolle jenen eine Stimme geben, „die keine haben, aber unbedingt brauchen. Für Kinder, alleinerziehende Mütter und Väter sowie Senioren mit einer zu geringen Pension.“

Konkret ging die Kandidatin auf die Zuwanderungsproblematik ein. Sie kritisiere nicht die Religion, sondern Migranten aus Gegenden, wo die Wertehaltungen nicht mit den heimischen zusammenpassen. In Österreich sei zudem nie darüber diskutiert worden, ob wir Einwanderungsland sein wollen. Statt der unkontrollierten Massenzuwanderung sei es dringend geboten, wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen.


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Rosenkranz WahlauftaktBeim Thema EU und Lissabon-Vertrag würde Rosenkranz als Bundespräsidentin derartige Werke auf ihre Verfassungskonformität prüfen. Ein EU-Austritt sei trotzdem kein Thema.

Rüge gab es für den amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer. Dieser habe zwar bei der „ungeheuerlichen Steuerlüge“ der Regierung kein Wort erhoben, sich jedoch dafür eingesetzt, „dass gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren“. Daher die Warnung: „Jeder, der daheim bleibt, gibt Fischer eine Stimme.“

Die St. Pöltner Innenstadt wurde Freitagnachmittag übrigens durch ein Platzverbot der Polizei abgeschirmt. Durch eine Kundgebung des linken Bündnisses „Nulltoleranz gegen Intoleranz“ ging eine „allgemeine Gefahr für Leben oder Gesundheit“ aus. Generalsekretär Harald Vilimsky zeigte sich über die „linksextremen Vögel und Freunde“  – also den Gegendemonstranten – hinter den massiven Polizeiabsperrungen erfreut: „Das ist die einzige Käfighaltung, die mir gefällt.“


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