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15. April 2010 / 16:57 Uhr

Meinungsmache zur Bundespräsidentenwahl

Die Meinungsmache diverser politisch-orientierter Marktforschungsinstitute ist wenige Tage vor der brisanten Bundespräsidentenwahl in Österreich schier unaufhaltsam. In einem gegenseitigen „Wer-manipuliert-mehr“-Wettkampf, versuchen Unternehmen wie OGM, Karmasin oder Gallup, die Wahl bereits vor dem eigentlichen Volksentscheid zu entscheiden.

Für die bunte Zeitungslandschaft werden beinahe täglich neue Prognosen erstellt, die – wenig überraschend – immer dasselbe Ergebnis bringen. Objektive Beobachter der heimischen Politikszene müssen mittlerweile den Eindruck gewonnen haben, Amtsinhaber Heinz Fischer wird mit 200 Prozent wiedergewählt.

In der größten Internet-Community der Welt laufen die Uhren jedoch anders – und wahrscheinlich realitätsnaher. Ein „Facebook“-Mitglied hat dort eine interessante Umfrage veröffentlicht. Ein deutsches Marktforschungsinstitut soll nach der ORF-Pressestunde 10.000 Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren angerufen haben, welchen Kandidaten sie als Bundespräsidenten wählen würden. Das überraschende Ergebnis: 52 Prozent Heinz Fischer, 36 Prozent Barbara Rosenkranz und 12 Prozent Rudolf Gehring. Drei Prozentpunkte weniger und es gäbe eine Stichwahl zwischen Rosenkranz und Fischer.


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Diese Umfrage soll auch die obersten Funktionäre in der SPÖ-Zentrale wild gemacht haben, schreibt die NFZ in ihrer aktuellen Ausgabe. Es habe „Schreiduelle zwischen Politikern und einfachen Parteimitgliedern“ gegeben.

Ähnliche soziale Unruhen wird es in der Löwelstraße auch wegen den Umfrageergebnissen auf unzensuriert.at oder im „Talksalon“ der Kronen Zeitung geben. Bei beiden käme es zu einer Stichwahl zwischen FPÖ und SPÖ.


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