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4. Mai 2010 / 20:58 Uhr

Faymann im Löscheinsatz für Griechenland

Griechenland scheint einen Ausweg aus der Krise entdeckt zu haben: Randale! Den wiedererstarkten Gewerkschaften gelang es, die Massen zu großangelegten Streiks und Protesten gegen die notwendigen Sparmaßnahmen zu mobilisieren. Der Chef der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes tönt gar: „Wir verlangen, dass der freie Fall unseres Lebensstandards beendet wird.“ Den Hintergrund für die drohende Pleite dürfte augenscheinlich kaum ein Grieche erfasst zu haben: Im Vergleich zum Konsum wird schlicht zu wenig erwirtschaftet.

Kommentar von Unzensurix

Während man in Hellas protestiert statt zu arbeiten, werden in Brüssel über die Köpfe der Steuerzahler hinweg munter Milliarden für immer größere Rettungspakete gesammelt. Bundeskanzler Faymann fällt, wohl um von seinem mangelnden Fachwissen abzulenken, nichts anderes ein, als den heimischen Steuerzahler zu verspotten. Auf die Frage, ob es bei den 2,28 Milliarden an Notkrediten für den bankrotten Balkanstaat bleiben werde, antwortete er mit der zynischen Metapher: „Es weiß heute niemand, ob weiteres Löschwasser nötig ist.“

Diese Aussage lässt wenigstens den Umkehrschluss zu, dass die griechische Regierung gezündelt hat. Damit befindet sie sich in illustrer Gesellschaft mit heimischen Banken und deren Direktoren. Doch welche Brände sollen wir noch löschen? Demnächst könnten Portugal und Spanien den immer lächelnden und bereitwilligen Helfer Faymann als freiwilligen Feuerwehrmann engagieren. Es fragt sich nur, wer uns helfen wird, wenn uns das Wasser ausgeht.

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