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6. Oktober 2010 / 18:07 Uhr

Erklärungsversuche für das neue SPÖ-Comic

Die SPÖ geht mit brachialer Comic-Gewalt gegen ihren politischen Hauptgegner in Wien vor. Angesichts der Hass- und Gewaltphantasien, die hier im Auftrag der Wiener Roten zu Papier gebracht werden, fragt man sich, ob man für die Verantwortlichen dieses Machwerks eher Groll oder Mitleid empfinden soll. Im Einzelfall lässt sich das sicher behandeln. Steht jedoch eine ganze Organisation dahinter, offenbart sich ein Gedankengut, das keine Vergleiche zu scheuen braucht.

Die Argumentation des roten Jugendsprechers Baxant, es handle sich nicht um einen Aufruf zu Gewalt, weil die gezeichneten Zombies ja eh schon tot seien (hihi!) ist in ihrer Dämlichkeit geradezu maßgeschneidert für die österreichische Medienlandschaft, die sich in ihrer Hysterie über ein paar harmlose Sagen-Männchen gar nicht mehr einkriegen wollte.

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Sich darüber aufzuregen, ist dennoch unnütz. Gewaltbereite Horden aus dem Sozi-Mileu sind ohnehin längst Realität in Wien. Sie werden verschwinden, so wie die SPÖ langsam verschwinden wird – von Wahl zu Wahl. Also liefern wir einmal ein paar hobbypsychologische – sicher völlig unrealistische – Erklärungsversuche zur Entstehung des Comics:

1.) Das Werk entstand im Zuge einer Mal-Therapie in der Betty-Ford-Klinik. Wer da gemalt haben könnte, überlassen wir der Phantasie der Leser, geholfen hat s aber eher nicht.

2.) Peko Baxant thematisiert darin seine armselige Rolle als Marionette des gewichtigen Puppenspielers und projiziert sie auf den politischen Gegner.

3.) Die SPÖ flüchtet angesichts der drohenden Wahlniederlage vor der Realität in eine virtuelle Welt. Vorbild war vermutlich dieses Video von A-Ha. Den Roten sei ein ebenso strahlendes Lächeln gegönnt, wenn sie am Ende auf die Nase fallen.

Weitere Erklärungsversuche herzlich willkommen – einfach posten!
 


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