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17. Januar 2011 / 17:43 Uhr

MA48-Bedienstete: Nebenjob als Bordell-Betreiber

MistkübelAm Tag machen sie sich die Hände für die Wiener Müllabfuhr schmutzig, in der Nacht sind sie Chefs von einschlägigen Etablissements. Mindestens drei Gemeindebedienstete der Magistratsabteilung 48 sollen Nebenjobs als Bordell-Betreiber haben. Dies hat jetzt ein Insider gegenüber Unzenzuriert.at bestätigt: „Ich breche das Schweigen, weil ich die beiden Tätigkeiten für unvereinbar halte.“

Mistkübel

Mistkübel

Volle Mülltonnen: Sinnbild dafür, dass in der MA 48 einiges aufzuräumen ist.
Foto: Unzensuriert.at

Martin J., Manfred F. und Heinz W. (die Namen wurden von der Redaktion geändert) haben allesamt den gleichen Job: Sie arbeiten seit Jahren als so genannte Müllaufleger für die MA48. Sie stehen früh auf, holen die Mistkübel aus den Wiener Häusern und laden den Müll auf die Fahrzeuge der 48er. Zum Schlafen kommen sie nicht viel. Denn während die drei Männer am Tag ihr sicheres Geld vom Wiener Magistrat verdienen, findet man sie in den Nachtstunden in der Rotlicht-Szene – als Geschäftspartner im horizontalen Gewerbe.

Umweltstadträtin toleriert Nebenbeschäftigung

Die kuriosen Nebenjobs der Wiener Gemeindebediensteten sind nicht verboten. Ob sie mit den moralischen Grundsätzen der „Magistratsbeamten“ vereinbar sind,  ist eine andere Frage. Ihre Chefin, Umweltstadträtin Ulli Sima, dürfte jedenfalls nichts dabei finden, dass ihre Mitarbeiter auch nachts fleißig sind und einer zweifelhaften Beschäftigung nachgehen. Das finanzielle Risiko ist gering. Floriert das Geschäft im „Puff“ nicht, so gibt es immer noch die pragmatisierte Anstellung bei der Gemeinde Wien, die für ein regelmäßiges Einkommen sorgt.

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Die Zeiten, in denen man Bordell-Betreibern Sittenwidrigkeit vorwarf, sind längst vorbei. Die Wertvorstellungen in der Gesellschaft haben sich verändert. Eine gewisse Pikanterie hat die Sache mit den Müllaufladern trotzdem. Schließlich ist es nach wie vor schwierig, einen Job bei der 48er zu bekommen. Nach Ansicht des Insiders herrsche hier gröbste Vetternwirtschaft: „Hast du keinen Anschieber, wartest du bis zu 25 Jahre, bis du aufgenommen wirst.“ Die Arbeit bei der Müllabfuhr ist begehrt. Aufgrund der Verdienstmöglichkeiten und offenbar auch aufgrund der idealen Dienstzeiten, die individuelle Nebenbeschäftigungen zulassen.

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