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17. März 2011 / 09:05 Uhr

Medien verschweigen schulschwache Immigranten

BildAktuelle Zahlen über Schulabbrecher zeigen einmal mehr, wo – oder besser, bei wem – im österreichischen Bildungssystem die Schwachstellen zu finden sind. Das jüngst von der Statistik Austrie vorgelegte Werk "Bildung in Zahlen 2009/10" zeigt, wer nach Ende der Schulpflicht einen höheren Abschluss anstrebt – und wer ihn auch schafft. Auch das Unterrichtsministerium hat darüber Informationen veröffentlicht. Wer aus welchen Gründen seine Ausbildung danach beendet, geht klar hervor: Kinder nicht-deutscher Muttersprache haben selbst bei der wenig verlustbehafteten AHS eine Ausfallsquote von einem Drittel – von Muttersprachlern bricht hingegen nur ein Fünftel diese Ausbildung ab.

 

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Die fremde Sprache führt durchgehend zu mehr Abbrechern.
Grafik: unzensuriert.at, Daten: bmukk

Auch in den berufsbildenden Schulen setzt sich dieses Bild fort: Obwohl die Ausfallsquote dort insgesamt höher ist, ist die Leistungsdifferenz zwischen Deutschsprachigen und Fremden noch stärker ausgeprägt: Über die Hälfte der fremdsprachigen Schüler schafft in den Berufsbildenden Höheren Schulen das erste Jahr nicht. Die Abbrecherquote der Deutschsprachigen ist mit 30% zwar ebenfalls besorgniserregend, das Sprachdefizit schlägt sich jedoch in aller Deutlichkeit nieder.

 

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Der Anteil der Fremdsprachigen ist bei den Jüngsten am höchsten.
Grafik: unzensuriert.at, Daten: bmukk

Doch auch über die Demographie gibt die Studie Aufschluss: 17% aller Schüler waren im Schuljahr 09/10 von nicht-deutscher Muttersprache, unter den Volksschülern waren es mit über 23% sogar fast ein Viertel. Auffallend ist hierbei die Konzentration der Nicht-Muttersprachler in den Großstädten: Im 5. Wiener Bezirk sind mehr als 86% fremdsprachig, auch in vielen anderen Bezirken sprechen mehr als drei Viertel der Kinder zuhause kein Deutsch.


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Obwohl die Zahlen deutlich sind, haben die Medien Österreichs eine andere Sicht auf die Studie: Dort beschränkt man sich auf die Darstellung der mehr als offensichtlichen Zusammenhänge und berichtet dass Schüler, die in der Mittelschule kein Gymnasialniveau erreicht hatten und deswegen die Hauptschule abschlossen, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit den schulischen Werdegang verfrüht abbrechen.

Foto auf der Startseite: Stefan-Xp / Wikimedia


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