Der Parteichef der polnischen nationalkonservativen Partei „Recht und Gerechtigkeit“, JarosÅ‚aw KaczyÅ„ski, bedient sich kurz vor den Parlamentswahlen am 9. Oktober einmal mehr der Deutschenhetze, um nochmals für sich und seine Partei Stimmung zu machen. Diesmal ist Kanzlerin Angela Merkel das Ziel seiner Angriffe.
Laut Bericht der „Gazeta Wyborcza“ ergeht sich Kaczynski in der obskuren Andeutung, bei Merkels Wahl zur Bundeskanzlerin wären „dunkle Mächte“ am Werk gewesen. Schon in seinem Buch „Polen unserer Träume“ schrieb er, Merkels Wahl sei „kein Zufall“ gewesen. Darin unterstellt er Merkel, sie wolle Polen unterwerfen und „gehöre dieser Generation deutscher Politiker an, die die imperiale Macht Deutschlands wiederherstellen wollen“.

Foto: Tadeusz Rudzki / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Schon 2005 hatte KaczyÅ„ski mit der Behauptung, der Großvater des heutigen Ministerpräsidenten Donald Tusk hätte im Zweiten Weltkrieg auf Seite der Deutschen Wehrmacht gekämpft, für Aufregung gesorgt.
Doch in Polen scheint das Schüren antideutscher Ressentiments mittlerweile nicht mehr auf ungeteilte Zustimmung zu stoßen. Der polnische EU-Abgeordnete MichaÅ‚ KamiÅ„ski meint zu diesen Äußerungen, man müsse „sich bei KaczyÅ„skis skandalösen Worten fragen, ob dieser Mann wirklich in der Lage ist, für Polens Geld zu kämpfen“. Auch Polens Staatspräsident Bronislaw Komorowski zeigt für derartige Angriffe auf die deutsche Kanzlerin kein Verständnis. und sagte dazu, KaczyÅ„ski „solle darauf achten, nicht die Interessen des polnischen Staates zu verletzen.“ Zudem forderte er ihn auf, sich bei Angela Merkel zu entschuldigen, was KaczyÅ„ski allerdings ablehnte.

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