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29. November 2012 / 11:42 Uhr

Ex-Premier Francois Fillon gründet eigene Fraktion

Nach der Bekanntgabe des Siegs von Jean-François Copé bei der Wahl zum Parteivorsitzenden der konservativen französischen Partei UMP schreitet die Spaltung der ehemaligen Sarkozy-Regierungspartei weiter voran. Der Kandidat Francois Fillon hat nach der Bekanntgabe des Ergebnisses durch die Parteischiedskommission angekündigt, eine eigene Fraktion in der französischen Nationalversammlung zu gründen. Dies könnte die Basis der Gründung einer neuen Partei sein, die sich im politischen Zentrum positionieren möchte.

Fillon, unter Nicolas Sarkozy Ministerpräsident in Frankreich, hat offensichtlich genug von den innerparteilichen Grabenkämpfen in der UMP. Bis zuletzt hoffte er noch auf einen Sieg nach der Neuauszählung der innerparteilichen Abstimmung über den Parteivorsitz. Den hat die Parteischiedskommission nun Fillons innerparteilichem Rivalen Copé zugesprochen. Copé steht für einen konservativeren Kurs und zählt zu jenen Kreisen, die einen liberalen Weg in der Sicherheits- und Zuwanderungspolitik ablehnen. Fillon sieht die Zukunft der UMP hingegen in der liberalen Mitte und möchte mit den Resten der Zentrumsdemokraten eine Plattform für die nächste Präsidentschaftswahl gegen den Sozialisten François Hollande bilden.

"Fillonisten" wollen neue Abstimmung über Parteivorsitz


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Die „Fillonisten“ wollen ihrer Fraktionierung, die unter dem Titel „Le Rassemblement UMP“ läuft, nur dann aufgeben, wenn es zu einer neuerlichen Abstimmung über den Parteivorsitz in der UMP kommt.  Darüber hinaus möchte Fillon auch vor einem Zivilgericht gegen mögliche Verstöße gegen das Parteistatut vorgehen. Mit dieser  liberalen UMP-Fraktion droht ein weiterer Riss im bürgerlichen Lager Frankreichs. Einige hundert der 300.000 Mitglieder sind bereits ausgetreten. Auch Schatzmeister Dominique Dord ist zurückgetreten .


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