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19. April 2013 / 06:00 Uhr

Stronachs niederösterreichische Landespartei zeigt Auflösungstendenzen

Die Euphorie über Parteigründer “Frank” ist offensichtlich bei zahlreichen Basisfunktionären ebenso schnell verschwunden, wie sie vor einigen Monaten gekommen war.  “Wahrheit”, “Transparenz” und “Fairness” glaubten viele Anhänger bei der jungen Stronach-Partei zu finden. Ein halbes Jahr nach der Gründung und knapp nach zwei Wahlerfolgen in Niederösterreich und Kärnten scheint Sand ins Getriebe gekommen zu sein. Nachdem sich die Tiroler Landesgruppe im Grabenkampf zwischen rivalisierenden Gruppen befindet, wird nun auch Niederösterreich von Auflösungstendenzen heimgesucht.  Bezirksobleute treten zurück, der Landtagsklub scheint intern zerstritten und die Basis ist ratlos.

Zwei Bezirksobleute haben Stronach bereits verlassen

Mit Mario Lackner und Walter Wittmann haben bereits zwei niederösterreichische Bezirksobleute die Stronach-Partei verlassen. Weitere könnten es ihnen gleichtun. Die blau-gelbe Landesgruppe scheint gut eineinhalb Monate nach der Landtagswahl bereits tief zerstritten. Der Wahlsieg, der einen Landesrat, einen Klub mit fünf Abgeordneten und einen Bundesrat einbrachte, ist für viele vergessen. Jetzt geht es um Postenschacher und Fraktionskämpfe in der heterogenen Mannschaft. Stronachs Parteimanagement versagt auf allen Ebenen.


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Nachdem sich die ehemalige Hoffnungsträgerin Karin Prokop, eine Ex-ÖVP Funktionärin, schon vor der Wahl aus der Landesparteispitze verabschiedet hatte, werden nun auch Ernest Gabmann junior Rücktrittstendenzen nachgesagt. Gabmann, wie Prokop aus einer ÖVP-Politikerfamilie stammend, wäre gerne Landesrat oder Klubobmann geworden, beides hat ihm Parteigründer Stronach verwehrt. Dies blieb nicht ohne Nachwirkungen. Der ihm von Stronach vor die Nase gesetzte Klubobmann Walter Laki wurde mit drei zu zwei Stimmen äußert knapp gewählt. Politinsider in St. Pölten tuscheln hinter vorgehaltener Hand, dass die Landes-ÖVP bereits ihre Fühler zu Gabmann ausgestreckt haben soll, um den “verlorenen Sohn” des einstigen Pröll-Stellvertreters zurückzuholen.


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