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19. Juni 2013 / 07:43 Uhr

Mursi ernennt Terroristen zum Gouverneur von Luxor

Eine weitere innenpolitische Radikalisierung hat Ägyptens Staatspräsident Mohammed Mursi mit der Ernennung von insgesamt acht Provinzgouverneuren provoziert. Er bestellte sieben Muslimbrüder und einen ehemaligen islamistischen Terroristen in diese zentralen Verwaltungspositionen. 

Die Arabische Republik Ägypten ist in 27 Gouvernements unterteilt, an deren Spitze jeweils ein Gouverneur im Rang eines Ministers steht. Diesen Gouvernements unterstehen wiederum die Regionen, Städte und Dörfer als geordnete Verwaltungseinheiten. Die Opposition sieht in den weitreichenden Personalentscheidungen des Staatspräsidenten ein weiteres Vorantreiben der Islamisierung Ägyptens. Vor allem die Personalentscheidung in Luxor wird scharf kritisiert, da dort ein Ex-Terrorist dieses Amt innehaben soll.

Luxor soll von ehemaligem Terroristen verwaltet werden


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Die Touristenattraktion Luxor soll künftig von einem ehemaligen islamistischen Terroristen verwaltet werden. Dort soll der radikale Islamist Adel Asaad al-Chajat die ägyptische Staatsverwaltung gegenüber der Bevölkerung vertreten. Adel Asaad al-Chajat gehörte der gefürchteten Terrorgruppe Gamaa Islamija an.

Die Gamaa Islamija ist unter anderem für zahlreiche Angriffe auf Touristen in den neunziger Jahren verantwortlich. Sie gilt als Drahtzieherin des Massakers im Hatschepsut-Tempel im Jahr 1997. Damals hatten sechs islamistische Attentäter 62 Menschen getötet. Die Mehrheit der Opfer stammte aus Deutschland und der Schweiz. Tourismusverbände und die Opposition befürchten nun eine Gefahr für den Fremdenverkehr, da internationale Gäste ausbleiben könnten.


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