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EU

26. Juni 2013 / 08:00 Uhr

Italien könnte kurz vor dem Bailout stehen

Italien könnte kurz vor dem Bailout, also vor der Komplett-Pleite, stehen. Ankündigungen der US-amerikanischen Notenbank Fed und eine neue Geldpolitik der chinesischen Zentralbank haben die Situation schlagartig verschlechtert. Das Zinsniveau für notleidende EU-Südstaaten wie Italien, Portugal, Spanien, Slowenien und Griechenland steigt wieder.

In einer Analyse geht die italienische Mediobanca durch die steigenden Refinanzierungskosten von einer realen Gefahr aus, dass eine Bailout-Situation für Italien bis Ende des Jahres 2013 eintreten könnte. Allein 160 große italienische Unternehmen haben offensichtlich massive Refinanzierungsschwierigkeiten. Wird diese “Kreditklemme” nicht gelöst, dann kann dies bis hin zur Insolvenz gehen.

Refinanzierungskosten für zehnjährige Italien-Anleihen steigen stark


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Aktuell sind die Zinskosten für zehnjährige italienische Anleihen um 100 Basispunkte auf mittlerweile 4,8 Prozent gestiegen. Der bisher vorhandene Vorteil durch die weltweite Niedrigzinspolitik ist für die Südstaatler, darunter Italien, mit einem Schlag verflogen. Auch für andere europäische Krisenländer steigen die zu zahlenden Zinsen, so bei Spanien auf 5,1 Prozent und bei Portugal gar auf 6,7 Prozent.

Bei Italien kommen neben “hausgemachten” Schwierigkeiten vor allem Auswirkungen einer möglichen Pleite von Slowenien bzw. der Zahlungsprobleme von Argentinien dazu. Die Volkswirtschaften beider Länder sind mit Italien eng verbunden.


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