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10. September 2013 / 09:05 Uhr

Banken-Lobby verhindert Abschaffung von Boni-Zahlung

Die mächtige Banken-Lobby hat sich gegen die britische Finanzpolitik wieder einmal durchgesetzt. Eine Umsetzung von Bonus-Obergrenzen für Bankmanager bereits für 2014 scheint aus heutiger Sicht unmöglich. Eigentlich hätten die Boni ab dem nächsten Jahr auf das Doppelte des Basisgehalts bei Banken mit Sitz innerhalb der Europäischen Union reduziert werden sollen. Betroffen wären Banker, die mehr als 500.000 Euro verdienen.

Nun hat die Banker Association (BBA), eine einflussreiche Lobby-Gruppe im britischen Bankwesen, die ganze Sache vorerst zu Fall gebracht. Es heißt nun bis 2015 warten, da aus Sicht der BBA zu viele Manager von dieser neuen Regelung betroffen wären. Man rechnete dem britischen Finanzministerium eine Anzahl von bis zu 35.000 Personen allein in der Londoner Finanzindustrie vor, die hier Einbußen erleiden könnten.

Boni sind Grund für Banken-Pleiten


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Experten sind sich einig: Die horrenden Banken-Boni sind einer der zentralen Gründe für Banken-Pleiten rund um den Erdball. Durch das Boni-System werden Manager gerade veranlasst, konservative Anlegerstrategien zu verlassen und stattdessen hochspekulativ unterwegs zu sein. Neben fortgesetzten Spekulationsgeschäften haben viele Banken ihr Kerngeschäft in der Realwirtschaft gänzlich verlassen.

Obwohl die Europäische Zentralbank das Zinsniveau auf einem historischen Tiefstand hält, geben die Banken das Geld nicht mittels Krediten an die Realwirtschaft weiter, sondern spekulieren im hochriskanten Investmentsegment.


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