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15. September 2013 / 07:24 Uhr

Katalanen bildeten 400-Kilometer-Menschenkette für Unabhängigkeit

Immer mehr Zulauf erhält die katalanische Unabhängigkeitsbewegung. Vergangenen Mittwoch wurde eine 400 Kilometer lange Menschenkette gebildet, an der bis zu 1,6 Millionen Katalanen teilnahmen. Die eindrucksvolle Kundgebung fand am katalanischen Regionalfeiertag statt und war der Auftakt für die nach dem Willen der Regionalregierung in Barcelona im kommenden Jahr geplante Volksabstimmung über die Unabhängigkeit. Der Chef der Regionalregierung, Artur Mas, zeigte sich mit der Zustimmung für die katalanische Unabhängigkeitsbewegung sehr zufrieden.

Aktuell befürworten mehr als 80 Prozent der Katalanen eine Abstimmung über die Unabhängigkeit vom spanischen Zentralstaat und damit einer Abspaltung vom schwarz-roten Zweiparteiensystem in Madrid. Weit mehr als 50 Prozent der Katalanen würden bei einer solchen Abstimmung für die Unabhängigkeit stimmen.

Rajoys Regierung droht mit Militäraktion


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Erbitterte Gegner dieser Volksinitiative sind die Christdemokraten und Sozialisten, die den spanischen Zentralstaat mit allen Mitteln verteidigen möchten. Insbesondere die derzeit an der Macht befindliche christdemokratische Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy will mit äußerster Härte gegen die Unabhängigkeitsbestrebung der Katalanen vorgehen. Rajoys Innenminister Jorge Fernández Díaz droht sogar mit einem Militäreinsatz, sollte sich Katalonien nach einer Volksabstimmung tatsächlich von Madrid lösen. Fernández Díaz beruft sich auf die spanische Verfassung und die dort festgeschriebene “unauflösbare Einheit der spanischen Nation.”


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