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20. Oktober 2013 / 08:10 Uhr

Kroatien schlittert drei Monate nach EU-Beitritt in Wirtschaftskrise

Knapp drei Monate nach dem Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union schlittert der Balkan-Staat immer tiefer in die ökonomische Krise. Den Kroaten verkaufte man den Beitritt zur EU ursprünglich als politische “Generallösung” für alle strukturellen und ökonomischen Probleme. Nun stellt sich kaum ein Vierteljahr später heraus, dass sich mit der EU-Mitgliedschaft die wirtschaftliche Lage sogar dramatisch verschlechtert hat. Aktuell brechen etwa die Exporte weg und die Tourismusübernachtungszahlen aus den Quelländern Russland, der Ukraine und der Türkei gehen zurück.

Die Exporte gingen allein im August um mehr als 19 Prozent zurück und auch die Kreditwürdigkeit des Balkanstaates ist als EU-Mitglied deutlich gesunken. Vor allem der Wegfall von Vorteilen aus dem Mitteleuropäischen Freihandelsabkommen (CEFTA) macht den Kroaten schwer zu schaffen.

UKIP-Chef Nigel Farage warnte die Kroaten bereits 2011

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Die CEFTA war für gut zwei Jahrzehnte für ost- und südosteuropäische Staaten ein wirtschaftspolitischer Stabilitätsfaktor. Gegründet wurde sie 1992 von den heutigen EU-Mitgliedern Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Kroatien trat 2002 diesem Freihandelsabkommen bei. Gegenwärtig sind Mazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Moldawien und Serbien Mitglied in der CEFTA. Kroatien ist durch den Status als EU-Mitglied von vielen Wirtschaftsbeziehungen mit diesem Staatenverbund nun de facto abgeschnitten.

Geradezu hellseherische Fähigkeiten hatte bereits 2011 der Chef der EU-kritischen Partei UKIP, Nigel Farage, bewiesen. Er warnte damals bereits vor den negativen Auswirkungen einer EU-Vollmitgliedschaft für die Kroaten.

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