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11. November 2013 / 10:30 Uhr

AMS-Chef Kopf rechnet mit 450.000 Arbeitslosen

Ein düsteres Bild zeichnet Johannes Kopf, einer der beiden Direktoren des österreichischen Arbeitsmarktservice. Kopf, der früher Kabinettsmitarbeiter des einstigen Wirtschaftsministers Martin Bartenstein war und der ÖVP zuzurechnen ist, rechnet für 2014 mit bis zu 450.000 Arbeitslosen in Österreich. Durch ein stotterndes Wirtschaftswachstum kann der Arbeitsmarkt immer weniger Personen aufnehmen. Das bedeutet Massenarbeitslosigkeit und einen weiteren Anstieg um 90.000 Arbeitslose oder rund 25 Prozent gegenüber Ende Oktober 2013. Kopf rechnet in einem Interview mit der Tageszeitung Kurier erst Ende 2015 mit einer Trendwende, auf Österreich kommen deshalb harte Zeiten zu.

Gleichzeitig hält die rot-schwarze Bundesregierung jedoch an der Arbeitsmarktöffnung Anfang 2014 gegenüber Bulgarien und Rumänien fest. Damit wird die Arbeitslosigkeit in Österreich aber noch stärker angeheizt, denn Kopf sieht vor allem bei den Unqualifizierten – und damit natürlich den Arbeitsmigranten aus dem Süden und Osten – eine hohe Arbeitslosigkeitsrate.

Ältere und Ausländer sind am stärksten von Arbeitslosigkeit bedroht


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Für den AMS-Chef zählen Unqualifizierte, ältere Arbeitnehmer und Ausländer zu jenen Beschäftigungsgruppen, die am stärksten von der zukünftigen Massenarbeitslosigkeit betroffen sein werden Wörtlich sagt Kopf:

Man muss bedenken, dass die Zahl der Älteren in der Bevölkerung insgesamt steigt. Trotzdem haben sie es am Arbeitsmarkt schwerer, ebenso Ausländer. Firmen nehmen uns in Krisenzeiten Problemgruppen schlechter ab. […] Bei Unqualifizierten, bei Personen, die nur Pflichtschule haben. Sie werden nicht mehr gebraucht. 47 Prozent aller Arbeitslosen haben nur Pflichtschule. Der Wegfall von Jobs für Unqualifizierte ist die größte Veränderung am Arbeitsmarkt. Für die, die nix können, wird’s wirklich finster werden.


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