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2. März 2014 / 16:45 Uhr

Hindu-Politiker will härteren Kurs gegenüber Muslimen

Die im Mai anstehenden Parlamentswahlen in Indien dürften einen historischen Machtwechsel mit sich bringen. Die seit Jahrzehnten regierende Kongresspartei des Gandhi-Clans dürfte die Wahlen angesichts der massiven Korruption, des zuletzt deutlich nachlassenden wirtschaftlichen Wachstum und der ungelösten Konflikte mit Muslimen in der Region Kaschmir verlieren. Aussichtsreichster Kandidat für das neu zu besetzende Amt des Premierministers dürfte dabei Narendra Modi von der nationalen Hindu-Partei BJP sein. Er tritt im Mai gegen den 44-jährigen Rahul Gandhi an, den er spöttisch als Kronprinzen bezeichnet.

Nationale Hindu-Partei fährt harten Kurs gegen Muslime

Von vielen westlichen Medien wird Narendra Modi als rechter und antiislamischer Nationalist beschrieben. Grund dafür war sein Amt als Ministerpräsident des Bundesstaates Gujarat, in dem es im Jahr 2002 zu schweren Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen kam und er beschuldigt wurde, nichts dagegen unternommen zu haben. Grund für die Ausschreitungen war die Annahme, dass einige Muslime einen Zug mit hinduistischen Pilgern angezündet hätten. Dabei starben über 60 Pilger. Seither wird Modi von Menschrechtsaktivisten und sogar von den USA und der EU scharf kritisiert.


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Seiner Popularität unter der Bevölkerung tat dies aber keinen Abbruch. Narendra Modi war zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn Teeverkäufer wie sein Vater. In seiner späteren Zeit als Ministerpräsident sorgte er für einen beeindruckenden wirtschaftlichen Aufschwung in Gujarat. Alleine der von ihm regierte Bundesstaat erwirtschaftet 7% des gesamtindischen Bruttoinlandsprodukts. Somit kann Modi auch auf Anhänger innerhalb der Wirtschaft zählen. Modi selbst signalisiert immer wieder die Bereitschaft, seine Kraft auf das Wohl des Staates zu konzentrieren und nicht auf das eigene. Gegenüber den zahlreichen Aggressionen seitens der muslimischen Minderheit im Land will er keine Milde walten lassen. Auch will sich Modi als politisches Gegengewicht zum streng islamischen Pakistan positionieren.


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