Auch wenn in den Medien kaum mehr darüber berichtet wird, passieren tagtäglich dutzende illegale Einwanderer die österreichische Grenze, etwa am Brenner in Tirol. Dies schlägt sich nun auch bei den Asylanträgen nieder. Seit Beginn des Jahres stellten über 20.000 Migranten einen Antrag auf Asyl in Österreich. In den ersten vier Monaten lag die Zahl der Asylanträge damit um 30 Prozent über jener des Jahres 2015.
Pro Woche fast 1.000 Asylanträge
Laut Informationen des Innenministeriums soll es pro Woche 800 bis 900 Asylanträge geben. Der von der rot-schwarzen Regierung medienwirksam propagierte „Richtwert“ von 37.500 Anträgen pro Jahr, dürfte damit deutlich überschritten werden. SPÖ und ÖVP sollen angesichts des neuerlichen Ansturms von Migranten, bereits über die Einsetzung der Notstandsverordnung beraten. Diese würde das Stellen von Asylanträgen in Österreich verhindern, weshalb Migranten im ersten EU-Land, das sie betraten, einen Antrag stellen müssen.
Dennoch wird es bei dieser Verordnung eine "Vorprüfung" geben, die wiederum viel Spielraum für Interpretationen lässt, da es "europa- bzw. menschenrechtliche Gründe" geben könnte, die Österreich zur Aufnahme zwingen. So muss zum Beispiel das Recht auf einen Asylantrag gewährt werden, wenn sich bereits ein Familienmitglied im Land befindet.