Ursprünglich war mit dem Innenministerium vereinbart, dass maximal 50 Asylwerber im Haus Semmering untergebracht werden. In letzter Zeit wurden es aber immer mehr Neuankömmlinge, bis sich die Zahl schließlich auf 120 steigerte und der Unmut unter den Altbewohnern und den Frischlingen stieg. Wie nun bekannt wurde, ist die Lage zu Beginn der Woche eskaliert, als die Polizei mit einem Großaufgebot zu einer Massenschlägerei in das Asylheim ausrücken musste. Beteiligt waren vor allem junge Männer.
Immer mehr Asylanten in ganz Österreich
Polizeistreifen aus Gloggnitz, Hundestaffeln aus Wiener Neustadt und vier Sektorstreifen aus dem Großraum Mürzzuschlag und Kindberg waren am Montagabend stundenlang im Einsatz. Grund dafür war eine massive Eskalation und Schlägerei im Haus Semmering, in dem mittlerweile mehr als 120 Asylsuchende untergebracht sind. Die größtenteils jugendlichen Täter gingen wild aufeinander los und es brach ein Streit zwischen den schon vorher angekommenen Bewohnern und den neuen Asylanten los.
Die schockierende Bilanz aus dem Polizeieinsatz spricht Bände: Es wurden vier Personen verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Sechs weitere Personen sind wegen gefährlicher Drohung und Raufhandel angezeigt worden. Nun ist der zuständige Bürgermeister, Reinhard Reisinger, der Gemeinde Spital am Semmering stinksauer: "Wir hatten mit der Innenministerin ausgemacht, dass nicht mehr als 50 Flüchtlinge im Haus Semmering untergebracht werden. Das hat bisher funktioniert. Jetzt sind 120 dazugekommen, und wir haben davon nichts gewusst. Das ist eine Sauerei."