Erneut möchte Erdogan seine Vorstellungen Europa aufzwingen.

5. August 2015 / 10:05 Uhr

Erdogan verlangt von Europa offene Grenzen für Asylanten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gibt Europa die Schuld daran, dass Asylanten im Mittelmeer ertrinken. Er wirft den europäischen Ländern vor, den Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak nicht genug zu helfen. Er ist der Meinung, die Türkei nehme eine unverhältnismäßig große Menge an Verantwortung auf, da die westlichen Länder untätig seien.

Politik der "offenen Tür"

Die Türkei hat seit dem Anfang der Konflikte 2011 um die 1.8 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Erdogan vertritt öffentlich seine Politik der "offenen Tür", obwohl auch in der Türkei die Flüchtlingsströme für soziale Spannungen sorgen. Nun prangert Erdogan an, dass die Türkei so viele Syrer "willkommen hieß", während Europa mit einem Zehntel der Menge nicht zurecht kommt, zitiert France24 den Präsidenten. (Tatsächlich haben laut aktuellen Schätzungen alleine in Deutschland 180.000 Menschen einen Asylantrag gestellt – und das nur 2015.)

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UN unterstützt Erdogans Forderungen

Erdogan fordert von der EU, dieselbe Politik wie er anzuwenden und die Grenzen völlig zu öffnen. Auch der Flüchtlingssprecher der Vereinten Nationen schließt sich dieser Forderung an Europa an.

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