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Bei vielen Flüchtlingen ist der Impfstatus unbekannt – Große Gruppen begünstigen Ansteckung.

27. August 2015 / 11:00 Uhr

Serbien: Asylanten mit Tuberkulose aus Spital geflohen

Laut der serbischen Zeitung Telegraf sind vier Asylanten, die in einer Spezialklinik nahe des serbischen Ortes Sokobanja wegen Tuberkulose in Behandlung waren, ausgebrochen und nun unauffindbar. Nun besteht die Gefahr, dass die hochansteckende Krankheit unkontrolliert verbreitet wird.

Trotz der Tatsache, dass ihr Gesundheitszustand schlecht war und sie alle nötige medizinische Versorgung erhielten, haben die Migranten ihre Behandlung eigenmächtig abgebrochen und das Spitalsgelände verlassen, so die medizinischen Fachkräfte der Klinik Ozren. 

"Wir konnten ihn nicht hindern"

Die Spezialklinik für Lungen- und Augenkrankheiten kann nur einen Tuberkulosepatienten sicher identifizieren: "Er kommt aus Pakistan und wurde uns vom Institut für Lungenkrankheiten und Tuberkulose überstellt. Er ist Tuberkulose-positiv. Nach ein oder zwei Monaten beschloss er, das Spital zu verlassen – wir haben keine Möglichkeiten, irgendjemanden daran zu hindern."

Abbruch der Behandlung kann zu Multiresistenz führen

Tatjana Radosavljevic, Primarärztin, ist besorgt über den Ansteckungsgrad der Tuberkulose: "Sie wird übertragen, wenn jemand hustet, niest, spricht, spuckt oder sogar singt." Die Tatsache, dass der Migrant während der Behandlung verschwand, sei noch gefährlicher: "Sie kommen aus Orten, von denen wir nicht wissen, ob überhaupt geimpft wird. Jede Unterbrechung der Behandlung kann zu multiresistenter Tuberkulose führen. Besonders in geschlossener Unterbringung (wie in Asyllagern) ist die Ansteckungsgefahr groß."

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