Kaum ziehen Ende Mai die ersten richtig warmen Tage über Österreich und Westeuropa, meldet der ORF bereits Tote durch die Hitze. In der “ZIB1” vom 26. Mai 2026 wurden Fälle aus Frankreich thematisiert, bei denen Menschen ertrunken sind. FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker wirft dem Sender vor, diese tragischen Unfälle für die Klimaberichterstattung instrumentalisiert zu haben.
Französische Regierung nennt sieben Todesfälle
Laut Angaben der französischen Regierungssprecherin Maud Bregeon gab es in Frankreich im Zusammenhang mit der frühen Hitzewelle sieben Todesfälle, die „direkt oder indirekt“ mit den hohen Temperaturen stehen sollen. Davon entfielen mindestens fünf auf Ertrinken, zwei weitere auf Vorfälle beim Sport. Die Betroffenen waren teils an unbewachten Stellen baden gegangen.
Instrumentalisierung des schönen Wetters
Hafenecker kritisierte den Ton der Berichterstattung in einer Ausgabe der „ZIB1“. Er bezeichnete die Darstellung als unverschämt gegenüber den Angehörigen und warf dem ORF vor, tragische Unfälle für die Erderhitzungs-Erzählung zu missbrauchen.
Es war so vorhersehbar: Kaum kommen die ersten sonnigen und warmen Maitage, wird im Zwangssteuer-Funk ORF schon die Klima-Propaganda auf volle Lautstärke gedreht.
Der FPÖ-Politiker stellte die rhetorische Frage, ob nach ORF-Logik dann auch ein tödlicher Unfall bei Glatteis als „Kältetoter“ gelten würde oder jemand, dem ein Sonnenschirm auf den Kopf fällt, als „Hitzeopfer“. Solche Gleichsetzungen seien absurd und schäbig.
Hintergrund der aktuellen Hitzewelle
Ende Mai 2026 gab es in Teilen Westeuropas, darunter Frankreich, Großbritannien und Österreich, für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen. In Frankreich wurden örtlich über 35 Grad gemessen. Nach wochenlang eher kühlem Wetter mit teils einstelligen Nachttemperaturen markierte der Temperaturanstieg einen deutlichen Wechsel.
Der ORF berichtete in mehreren Sendungen über die Auswirkungen der Wärme und verwies dabei auf die Hitzewelle. Die FPÖ sieht darin den sofortigen Rückgriff auf gewohnte Klimarahmung, unabhängig von den konkreten Todesumständen und sieht Parallelen zu den Corona-Zeiten.
IPCC und Szenarien-Debatte
Hafenecker verwies zusätzlich darauf, dass der Weltklimarat IPCC kürzlich hohe Emissionsszenarien wie das ehemalige RCP8.5 als wenig plausibel eingestuft hat. Dies ändere jedoch nichts am Stil der ORF-Berichterstattung, die weiterhin stark auf Alarm setze.
Der FPÖ-Mediensprecher forderte einmal mehr eine grundlegende ORF-Reform und die Abschaffung der Haushaltsabgabe. Die aktuelle Berichterstattung zeige, wie weit sich der Sender nach Ansicht der Freiheitlichen von einem ausgewogenen öffentlich-rechtlichen Auftrag entfernt habe.

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