Der Chef der türkischen Luftwaffe wird nun beschuldigt, den Abschussbefehl für den russischen Jet gegeben zu haben.

16. Dezember 2015 / 10:18 Uhr

Steckt Erdogan dahinter? Luftwaffen-Chef soll schuld am Abschuss des russischen Jets sein

Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei sind seit dem Abschuss eines russischen Jets auf dem Tiefpunkt. Nun scheint der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf eine Idee gekommen zu sein, wie man die Affäre aus der Welt schaffen könnte. Offenbar soll der Luftwaffenchef zum Bauernopfer gemacht werden – er allein soll nun plötzlich für den Abschuss verantwortlich sein.

Twitter-Bashing: „Unfähiger Verlierer“

Wie aus heiterem Himmel wird nun der Rücktritt des Generals gefordert. Dieser habe den russischen Jet ohne Wissen und Billigung des Präsidenten abgeschossen, heißt es laut Deutsche Wirtschafts Nachrichten. Die Online-Zeitung berichtet von einer Kampagne gegen den Oberbefehlshaber der türkischen Luftwaffe, Abidin Ünal. Und zwar stamme diese Besudelung von AKP-Unterstützern, die schon mehrmals Twitter-Accounts gegen Kritiker der türkischen Regierungspartei für Bashings benutzt hätten. So wird der Luftwaffenchef in den sozialen Medien als „unfähiger Verlierer“ bezeichnet, der sich hinter Erdogans Rücken verstecke und seine Schuld nicht zugeben wolle. Die Twitter-Nutzer fordern den sofortigen Rücktritt von Ünal, berichtet das Nachrichtenportal Haberarti Türk.


Austria First Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Erdogan gab Befehl zum Abschuss

Die Argumentation der AKP-nahen Twitter-Nutzer ist deshalb nicht nachvollziehbar, weil Erdogan selbst als Staatspräsident der Oberbefehlshaber der türkischen Streitkräfte ist. Dass nun der Luftwaffenchef zum Bauernopfer erklärt werden soll, werten Beobachter als Trick von Erdogan, um die türkisch-russischen Beziehungen wieder zu bessern.  


ESN Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE der Fraktion Europa souveräner Nationen (ESN).
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Austria First Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Politik aktuell

2.

Juni

12:05 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Jetzt wird wieder alles teurer! ⚠️
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.