Moscheen in Gambia sind Nährboden für Fundamentalismus.

8. Jänner 2016 / 10:31 Uhr

Islamstaat Gambia: Staatsbedienstete müssen Kopftuch tragen

In Gambia herrscht seit dem Jahreswechsel Kopftuchpflicht für weibliche Staatsbedienstete. Diese Vorschrift hat der amtierende Staatspräsident Yahva Jammeh in einem Erlass an seine Beamten verkündet. Darin ist genau geregelt, wie die Frauen im Staatsdienst ihre Haare, ordentlich unter einem Kopftuch gebunden, zu tragen haben. Jammeh herrscht seit einem Putsch im Jahr 1994 in dem westafrikanischen Staat.

Der autoritär regierende Staatschef hatte erst im Dezember Gambia zu einer Islamischen Republik erklärt. Im zwei Millionen Einwohner zählenden Land werden rund 90 Prozent der Bevölkerung zur islamischen Glaubensgemeinschaft gezählt. Von der islamischen Geistlichkeit in den Moscheen geht seit Jahren eine zunehmende Radikalisierung aus. 

Muslime in Schwarzafrika als Reservearmee des radikalen Islamismus


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Afrika- und Islam-Experten blicken mit zunehmender Sorge auf Staaten wie Gambia. Neben Indien oder Indonesien ist Schwarzafrika ein zunehmender Nährboden für die Tätigkeit radikaler Muslimgruppen. Vor allem schwarzafrikanische Staaten mit muslimischer Bevölkerung werden zu Zielgebieten radikaler Islamisten, die hier versuchen, eine Reservearmee für ihren Heiligen Krieg aufzubauen.

Aktuell ist etwa Nigeria eines der Hauptkampfgebiete der Islamisten, wo die Terrororganisation Boko Haram versucht, in den nördlichen Provinzen ein Kalifat aufzubauen. Im schwelenden Bürgerkrieg kommt es immer wieder zu Terroranschlägen und massiven Übergriffen auf die Zivilbevölkerung. Zuletzt suchten Selbstmordkommandos Provinzen im Norden und Osten Nigerias wiederholt heim


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