Islamisten radikalisieren ihre Kinder bereits von klein auf – die zuständigen Behörden machen die Augen zu.

3. September 2016 / 13:36 Uhr

Berufswunsch Dschihadist: Salafisten erziehen ihre Kinder zum Kampf gegen westliche Gesellschaftsordnung

Der deutsche Staatsschutz schlägt Alarm. Immer mehr Kinder würden durch radikal-islamische Ansichten auffällig. Die Jugendbehörden bleiben bisher untätig.

Berufswunsch: Dschihadist

Während normale Kinder davon träumen, später einmal Pilot, Arzt oder Feuerwehrmann werden zu wollen, äußern Kinder aus islamischen Familien in Deutschlands Grundschulen zunehmend einen anderen Berufswunsch: Sie wollen Dschihadist, also radikal-islamischer Kämpfer werden, um gewaltsam einen islamischen Staat zu etablieren.


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Alarm schlägt diesbezüglich der Leiter der Staatsschutz-Abteilung im Polizeipräsidium Frankfurt, Wolfgang Trusheim. Er und seine Mitarbeiter würden bei ihrer Arbeit immer mehr Fälle sogenannter Hass-Kinder beobachten, berichtet er dem Sender hr-iNFO. Diese Kinder werden nach Trusheims Darstellung von ihren Eltern von Kindesbeinen an zur Ablehnung aller "Ungläubigen" und zu Hass auf die Gesellschaft erzogen.

Mitschüler werden als "Ungläubige" verachtet

Spätestens in der Schule sei mit diesen Kindern fast nicht mehr umzugehen. Sie malten Kämpfer der Terrormiliz IS in Kampfmontur und phantasierten von ihrem zukünftigen Leben als Dschihadisten. "Sie bekommen zu Hause eingetrichtert, dass sie andere Kinder nicht akzeptieren sollen, weil sie Ungläubige seien", stellt der Staatsschützer die aufkeimende Gefahrenlage dar.

Noch handle es sich um Einzelfälle. Aber Trausheim warnt vor einem Zunehmen des Problems. Weil salafistische Paare gemäß ihrer Ideologie viele Kinder wollen (Musterbeispiel ist der Hassprediger und Salafist Mirsad O., der heuer in Graz vor Gericht stand und sechs Kinder hat), werde die Zahl der Hass-Kinder in Zukunft steigen, zeichnet der Staatsschützer ein bedrohliches Zukunftsszenario.

Politisch Verantwortlichen ist das Thema unangenehm

Dazu offensichtlich nicht äußern wollte sich die zuständige Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Für ein Interview mit hr-iNFO zu dem Thema hatte sie „keine Zeit“. Und als Antwort vom hessischen Sozialministerium bekam der Sender lediglich allgemeine Informationen zur Prävention im Extremismusbereich.


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