Kiews Regierungsregime will ein Verbot gegen russische Bücher mit kritischem Inhalt durchsetzen.

14. September 2016 / 10:05 Uhr

Zensur in Kiew: Nach TV-Sendern will man nun auch kritische, russische Bücher verbieten

Das Regime in Kiew schlägt offensichtlich immer autoritärere Töne an. Jetzt hat das Ministerkabinett einen Gesetzesentwurf über ein Einfuhrverbot für russische Bücher mit „antiukrainischem Inhalt“ verabschiedet. Der Gesetzesentwurf, der am 8. September in der Regierung beschlossen wurde, richtet sich pauschal gegen regimekritische Bücher aus Russland.

Nur noch wissenschaftliche und unpolitische Werke erlaubt

Wie der Stellvertretende Ministerpräsident Wjatscheslaw Kirilenko mitteilte, soll das entsprechende Gesetz bis Ende des Jahres vom Parlament beschlossen werden. Rein wissenschaftliche Publikationen bzw. Literatur ohne politischen Bezug soll vom Bücher-Einfuhrverbot nicht betroffen sein.


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Russische Fernsehsender bereits in der Ukraine verboten

Die Kiewer Machthaber haben es aber nicht nur auf Kritik in geschriebener Form abgesehen. Aktuell finden sich auch eine ganze Reihe von russischen Fernsehsendern auf dem ukrainischen Verbots-Index. Unter anderem sind die Sender Erster Kanal, Rossija RTR und Rossiya-24 vom Ausstrahlungs- und Empfangsverbot betroffen.

Als Grund für diese Verbote gibt die ukrainische Regierung eine angebliche Unvereinbarkeit mit den Vorschriften des Europäischen Übereinkommens über das grenzüberschreitende Fernsehen und der ukrainischen Gesetzgebung an.
 


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