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Das Atomkraftwerk Tschernobyl erhält eine Ummantelung gegen Strahlenaustritt, die hundert Jahre halten soll.

16. November 2016 / 12:44 Uhr

Katastrophen-Atomkraftwerk Tschernobyl erhält 36.000 Tonnen schwere Schutzhülle

Zur unendlichen Geschichte wird das vor mehr als 30 Jahren explodierte Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine neue, 36.000 Tonnen schwere Schutzhülle soll die Umwelt vor der tödlichen radioaktiven Strahlung schützen. Der neue Stahlbogen von 110 Metern Höhe, 165 Metern Länge und 257 Metern Breite kostet umgerechnet zwei Milliarden Euro. Die Montage dauert noch bis zum 29. November, inklusive Vorarbeiten läuft die Fertigstellung seit 2008.

Vor allem Deutschland zahlt Unsummen für Sanierung

Finanziert wird diese Ummantelung des  Blocks 4 in Tschernobyl durch rund 40 sogenannte Geberländer, die das Projekt für die Ukraine mit Geldmitteln unterstützen. Allein Deutschland hat bis 2014 üppige 80 Millionen Euro in diese Schutzmaßnahme investiert. Auch für die Wartung der auf 100 Jahre ausgelegten Umhüllung wird wieder eine internationale Staatengemeinschaft aufkommen müssen.

Bombensicherer Stahl- und Betonmantel

Zwei zentrale Komponenten für die neue Schutzhülle sind die Verhinderung eines Strahlenaustritts und der Nässeschutz. Im Inneren des zerstörten Atomkraftwerks sollen immer noch 200 Tonnen Uran lagern. Die Stahlkonstruktion verfügt im Inneren über ein Greifarmsystem, das für Montage- und Sanierungsarbeiten am alten Reaktorblock genutzt werden kann.  Auch für die Sicherheit gegen Naturkatastrophen ist gesorgt. Die Ummantelung soll laut Experten einem Erdbeben der Stärke sechs und einem Tornado der Stufe drei standhalten. 

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