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Gesundheitsökonom Tedros Ghebreyesus gilt bei Gegnern als korrupt und inkompetent.

24. Mai 2017 / 18:04 Uhr

Weltgesundheitsorganisation: Umstrittener Äthiopier wird neuer Generaldirektor

Nach zähem Ringen und mehreren Wahlgängen setzte sich der aus Äthiopien stammende Kandidat Tedros Ghebreyesus bei der Wahl zum Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch.  Am 1. Juli 2017 soll er sein neues Amt antreten. Der britische Arzt David Nabarro und die pakistanische Kardiologin Sania Nishtar unterlagen als Gegenkandidaten bei der finalen Wahl am Sitz des WHO-Hauptquartiers in Genf.

Der Wahl des Äthiopiers Ghebreyesus waren heftige Auseinandersetzungen vorausgegangen. Als Gesundheitsökonom, der keine ärztliche Ausbildung vorweisen kann, galt er bei vielen Kritikern von vornherein als inkompetent. Sogar Demonstranten gegen den neuen WHO-Chef waren vor Ort, die vor allem die Vergangenheit von Ghebreyesus als untragbar in dieser neuen Funktion bezeichneten.

Neuer WHO-Chef korrupt und an Epidemievertuschung beteiligt

Die Protestierenden warfen dem neuen WHO-Chef vor, dass er Teil eines korrupten Systems in Äthiopien sei und sogar an der Vertuschung eines Epidemieausbruchs beteiligt gewesen sein soll. Als ehemaliger Außen- und Gesundheitsminister solle er an der repressiven Unterdrückung der Opposition federführend beteiligt gewesen sein und Cholera-Epidemien in seinem Land der Öffentlichkeit verschwiegen haben.

Ein Vorwurf, der gegen Tedros Ghebreyesus schwer wiegt, da die WHO in den vergangenen Jahren immer wieder mit der Verschleppung von Gegenmaßnahmen im Zusammenhang mit der in Schwarzafrika 2014 ausgebrochenen Seuche Ebola scharf kritisiert worden ist.

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