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Die unzensuriert.at Sonntag-Serie

28. Mai 2017 / 10:08 Uhr

Volkstanz als Ausdrucksform heimischer Kultur und Traditionen

Eng verbunden mit unserem Brauchtum sind unsere heimatlichen Tänze. Der Volkstanz ist in Österreich bis heute gelebte Tradition und auch Ausdruck von Lebensfreude und Geselligkeit. Nicht zuletzt stellt er einen wichtigen Bestandteil unseres nationalen Kulturerbes dar.

Die österreichischen Volkstänze sind einerseits bäuerlichen Ursprungs, aber auch durch viele Elemente höfischer und städtischer Tanzformen geprägt. Insgesamt hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz 20 österreichische Grundtänze ausgewählt, die den Grundstock für Volkstanzfeste und die Volkstanzausbildung bilden. Typische Tanzformen sind etwa der offene Walzer, der Boarische, der Landler oder verschiedene Formen der Polka.

Festtagstanz in Festtagstracht

Volkstanzvorführungen einer der vielen Volkstanzgruppen sind in Österreich oft fixer Bestandteil von Brauchtumsveranstaltungen im Jahreskreis. In der Regel werden sie von den Tänzern in überlieferten und auch neu entworfenen Trachten aufgeführt. Die Frauen im Dirndl, die Männer meist in Lederhosen und weißem Hemd. Bekannte Tänze, die zur Aufführung gelangen, sind zum Beispiel der Bandltanz am 1. Mai, der Schuhplattler oder der Erntetanz im Herbst.

Die österreichische Volkstanzbewegung

Dass wir heute auf einen reichhaltigen Schatz von Volkstänzen zurückgreifen können, verdanken wir vor allem der Initiative einiger Persönlichkeiten des ausklingenden 19. Jahrhunderts, die mit ihrer Forschungs- und Sammeltätigkeit die Grundlagen für das heutige Volkstanzwesen schufen.

Als Begründer der Tradition der Sammlung und Systematisierung der österreichischen Tänze gilt Raimund Zoder, der die verschiedenen Tänze mit Hilfe einer normierten Aufzeichnungstechnik dokumentierte. Die Tänze wurden jedoch nicht nur gesammelt und so für die Nachwelt erhalten, sondern auch gelehrt und damit vor dem Aussterben bewahrt.

Aus dem Erbe Zoders entstand die Österreichische Volkstanzbewegung, die am 16. März 2011 in das von der österreichischen UNESCO-Kommission geführte Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich  aufgenommen wurde.

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