Alexis Tsipras ist in Asyl- und Menschenrechtsfragen gegenüber der Türkei “situationselastisch” unterwegs.

1. Jänner 2018 / 10:23 Uhr

Griechenland geht vor Türkei in die Knie und will geflohenem Soldaten Asylstatus aberkennen

Als “situationselastisch” zeigt sich der linke Ministerpräsident Griechenlands, Alexis Tsipras (SYRIZA), wenn es um politisches Asyl geht. Nachdem ein griechisches Gericht einem Soldaten aus der Türkei, der 2016 gemeinsam mit seinen Kameraden im Zuge des mutmaßlichen Putschversuchs gegen das Regime Erdogan Asyl gewährt hat, kam es zu Protesten aus Ankara. Tsipras und seine Linksregierung reagierten nun darauf und beriefen gegen die gerichtliche Entscheidung zu Gunsten des Türken.

Die vom griechischen Gericht angeführten Menschenrechtsgründe in der Türkei spielen für Tsipras offensichtlich keine Rolle mehr. Der Protest des Regimes in Ankara hatte also beim Ministerpräsidenten in Athen ihre Wirkung nicht verfehlt.

Griechenland geht wieder einmal vor Türkei in die Knie


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Gegenüber der Türkei verhält sich Griechenland wieder einmal wie das Kaninchen vor der Schlange. Nachdem Erdogan und seine Staatsregierung gegenüber den Griechen zuletzt mit historischen Gebietsansprüchen in der Ägäis gedroht hatten und jederzeit in der Lage sind, die Schleusen für hunderttausende Wirtschaftsflüchtlinge in Richtung Griechenland zu öffnen, machen sich Tsipras und seine Minister in Athen klein. Für die in ganz Europa organisierten linken Fan-Gruppen für Tsipras ist dies jedenfalls ein Schlag ins Gesicht.

 


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