Sachsen-Anhalt: Die Landwirtschaft ist von den Russland-Sanktionen im Exportgeschäft erheblich betroffen.

4. Feber 2018 / 17:00 Uhr

Ministerpräsidentenkonferenz fordert Ende der Russland-Sanktionen

Ein Ende der leidigen Russland-Sanktionen fordern einmal mehr die Ministerpräsidenten der östlichen deutschen Bundesländer. Bei einer Konferenz der Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen war es zwischen den Regierungschefs einhelliger Tenor, dass es zu einer schrittweisen Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland kommen müsse.

Nachteile vor allem für mittelständische Betriebe

Reiner Haseloff, CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Sprecher der ehemaligen DDR-Bundesländer prangerte in besonderem Maße die Nachteile für mittelständische Betriebe an, die durch den von den USA und der Europäischen Union wegen des Ukraine-Konflikts ausgerufenen Wirtschaftskrieg seit 2014 verursacht worden ist.


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Die Russland-Sanktionen hätten laut Haseloff den Ukraine-Konflikt nicht lösen können, gleichzeitig aber die Industrie und die Landwirtschaft in weiten Teilen Deutschlands extrem geschädigt.

Deutschland ist Verlierer der Russland-Sanktionen

Deutschland ist einer der bevorzugten Verlierer der Russland-Sanktionen innerhalb der Europäischen Union. Wie das Zahlenwerk des deutschen Statistisches Bundesamts belegt, sanken die mitteldeutschen  Importe aus Russland zwischen 2014 und 2016 von 13,3 auf 6,7 Milliarden Euro, also um rund die Hälfte. Die Exporte gingen im Vergleichszeitraum von 2,9 auf zwei Milliarden Euro zurück und fielen somit um rund ein Drittel zurück.


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