Russland sucht neue Abnehmer für sein Flüssigerdgas. Knapp zwei Monate vor dem EU-Importverbot findet Moskau neue Abnehmer in Afrika.
Moskau wirbt um afrikanische Partner
Die Energiekonzerne Novatek und Gazprom prüfen gemeinsame Gasprojekte mit Partnern auf dem Kontinent. Novatek bietet dabei nicht nur Flüssigerdgas, sondern auch eigene Technik für LNG-Projekte an. Das Unternehmen setzt auf Afrikas steigenden Energiebedarf.
Novateks stellvertretender Vorstandsvorsitzender Sergei Solowjow erklärte, der Konzern prüfe verschiedene Vorhaben und sei an langfristigen Partnerschaften interessiert. Das mögliche Marktpotenzial bezifferte Novatek auf 20 bis 30 Millionen Tonnen.
Russland findet neue Kunden
Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der Russland nach Alternativen zum europäischen Markt sucht. Die EU verbietet LNG-Importe aus Russland ab Januar. Bislang kauft sie 85 Prozent des Flüssigerdgases aus Russlands Yamal-Anlage.
Auch in China findet Moskau bereits Käufer für LNG aus sanktionierten Anlagen. Diese Lieferungen hätten den russischen Exporten nach Kpler-Daten in den ersten neun Monaten des Jahres ein Plus von 14 Prozent verschafft.
Gipfel in Moskau als Bühne
Die Energiepartnerschaft gehörte zu den zentralen Themen des dritten Russland-Afrika-Gipfels in der vergangenen Woche in Moskau. Präsident Wladimir Putin richtete die Veranstaltung aus. Vertreter aus 48 afrikanischen Ländern nahmen teil, darunter 22 Staatsoberhäupter.
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